Aktien im Fokus: DroneShield unter Shortdruck, Märkte und CD Projekt Red unerquicklich

Autor: Aktien & ETF Redaktion

Veröffentlicht:

Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: CD Projekt Red erholt sich nach dem „Cyberpunk 2077“-Rückschlag langsam, während neue „Witcher“- und „Cyberpunk“-Projekte langfristig Wachstum versprechen.

DroneShield: Höchste Shortquote an Australiens Börse trifft auf bullishes Analystenziel

Die Aktie des Anti-Drohnen-Spezialisten DroneShield ist laut Wallstreet Online derzeit die meistgeshortete Aktie an der australischen Börse. Nach Daten der australischen Finanzaufsicht ASIC waren zum 25. August 14,35 Prozent des gesamten Aktienregisters leerverkauft.

Dem starken Verkaufsdruck steht ein kräftiges Umsatzwachstum gegenüber. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 74 Prozent auf 125,8 Millionen australische Dollar, während DroneShield gleichzeitig einen Nettoverlust von 32,2 Millionen australischen Dollar verbuchte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 2,1 Millionen australischen Dollar erzielt.

Auch das EBITDA lag mit minus 12,4 Millionen australischen Dollar im roten Bereich. Als finanzielles Polster verfügte DroneShield laut Wallstreet Online über Barreserven von rund 180 Millionen australischen Dollar.

Der Aktienkurs lag im jüngsten australischen Handel bei rund 1,76 australischen Dollar. Seit Jahresbeginn verlor der Titel rund 43 Prozent; die annualisierte 30-Tage-Volatilität lag bei 87 Prozent.

Canaccord Genuity bestätigte am 27. August seine Kaufempfehlung und ein Kursziel von 2,60 australischen Dollar. Der breitere Analystenkonsens fällt dagegen vorsichtiger aus: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1,42 australischen Dollar, die Einstufung nahe „Halten“.

„Damit stehen sich bei DroneShield zwei Lager nahezu frontal gegenüber“

Wallstreet Online beschreibt damit die gegensätzlichen Erwartungen an die Aktie. Bei steigenden Kursen könnten Shortseller zu Rückkäufen gezwungen werden, während anhaltend hohe Verluste und operative Enttäuschungen die hohe Shortquote bestätigen könnten.

Zusammenfassung: DroneShield verbindet starkes Umsatzwachstum mit hohen Verlusten, einer Shortquote von 14,35 Prozent und deutlich voneinander abweichenden Kurszielen.

Deutsche Börse gibt am Mittwochmittag nach

Die Aktie der Deutschen Börse gehörte am Mittwochmittag zu den Verlustbringern des Tages. Wie Finanzen.net berichtet, notierte das Papier im XETRA-Handel zuletzt mit Abschlägen von 1,0 Prozent bei 281,00 EUR.

Um 11:48 Uhr fiel die Aktie im XETRA-Handel um 1,0 Prozent auf 281,00 EUR. Der bisherige Tagestiefstand lag bei 280,30 EUR, während die Aktie bei 283,80 EUR in die Börsensitzung gestartet war. Im bisherigen Tagesverlauf wurden 73.949 Stück gehandelt.

KennzahlWert
Letzter Kurs281,00 EUR
Tagesveränderung-1,0 Prozent
Tagestief280,30 EUR
Tageseröffnung283,80 EUR
Handelsvolumen73.949 Stück
52-Wochen-Hoch291,80 EUR am 28.08.2026
52-Wochen-Tief200,10 EUR am 04.02.2026

Das 52-Wochen-Hoch von 291,80 EUR wurde am 28.08.2026 erreicht und liegt 3,84 Prozent über dem aktuellen Kurs. Das 52-Wochen-Tief von 200,10 EUR markierte die Aktie am 04.02.2026; bis zu diesem Niveau würde ein weiterer Kursverlust von 28,79 Prozent führen.

Für 2025 beteiligte die Deutsche Börse ihre Aktionäre mit 4,20 EUR. Nun wird eine Dividende in Höhe von 4,65 EUR je Aktie erwartet. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt laut Finanzen.net bei 285,89 EUR je Aktie.

Bei der am 27.04.2026 veröffentlichten Bilanz für das am 31.03.2026 abgelaufene Quartal wies die Deutsche Börse ein EPS von 3,21 EUR je Aktie aus. Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn je Aktie noch 1,16 EUR betragen.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 137,23 Prozent auf 2,03 Mrd. EUR. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen 855,30 Mio. EUR erzielt. Für das Jahr 2026 erwarten Experten einen Gewinn je Deutsche Börse-Aktie von 12,73 EUR.

Zusammenfassung: Die Deutsche-Börse-Aktie verlor am Mittwochmittag 1,0 Prozent und notierte bei 281,00 EUR, während die Quartalszahlen ein höheres EPS und einen Umsatzanstieg von 137,23 Prozent zeigten.

Steuerreform: Kabinett bringt Vorhaben auf den Weg

Das Kabinett hat eine Steuerreform auf den Weg gebracht. Darüber berichtet boerse.de unter Berufung auf dpa-AFX.

Weitere nutzbare Details zu den Inhalten, dem Umfang oder den finanziellen Auswirkungen der Reform enthält die vorliegende Meldung nicht. Daher beschränkt sich der Bericht auf die von boerse.de und dpa-AFX veröffentlichte Information zum Kabinettsbeschluss.

Zusammenfassung: Das Kabinett hat laut boerse.de eine Steuerreform auf den Weg gebracht; konkrete Einzelheiten werden in der vorliegenden Quelle nicht genannt.

Europäische Aktienmärkte unter Druck durch Ölpreise und Anleiherenditen

Die europäischen Aktienmärkte haben leichte Verluste verzeichnet. Als Belastungsfaktoren nennt boerse.de unter Berufung auf dpa-AFX die Ölpreise und die Anleiherenditen.

Konkrete Angaben zu einzelnen Indizes, Kursständen oder prozentualen Veränderungen enthält der vorliegende Quellenauszug nicht. Die Meldung ordnet die Marktbewegung damit allgemein als leichte Verluste an den europäischen Aktienmärkten ein.

Zusammenfassung: Steigende beziehungsweise belastende Ölpreise und Anleiherenditen wirkten laut boerse.de auf Europas Aktienmärkte, die leichte Verluste verbuchten.

CD Projekt Red arbeitet sich an der Börse langsam zurück

Die Aktie des polnischen Spieleentwicklers CD Projekt Red erholt sich laut FAZ langsam von ihrem Börsentief. Große neue Erfolge müssten Anleger und Fans jedoch zunächst abwarten.

Bei der Eröffnungsshow der Gamescom in Köln sorgte der Auftritt von „The Witcher 3: Wild Hunt“ für großen Jubel. Das Spiel erschien erstmals vor elf Jahren und blieb auch lange nach seiner Veröffentlichung ein Verkaufsschlager.

Im September soll eine neue Fassung von „The Witcher 3“ mit überarbeiteter Grafik und Spieltechnik erscheinen. Für das nächste Jahr ist außerdem eine neue Erweiterung mit dem Namen „Songs of the Past“ angekündigt, zehn Jahre nach der letzten Erweiterung.

Bis Mai 2025 verkaufte CD Projekt Red mehr als 60 Millionen Kopien von „The Witcher 3“. Der Erfolg des Spiels war laut FAZ ein maßgeblicher Grund für die Vorschusslorbeeren, die das Nachfolgeprojekt „Cyberpunk 2077“ an der Börse Warschau erhielt.

Bis kurz vor der Veröffentlichung von „Cyberpunk 2077“ im Dezember 2020 erreichte die CDPR-Aktie in der Spitze 464 Złoty, umgerechnet 107 Euro. Damit gehörte das Unternehmen zu den wertvollsten Videospielunternehmen Europas.

„Cyberpunk 2077“ enttäuschte nach der Veröffentlichung jedoch die Erwartungen vieler Fans. Neben inhaltlichen Stärken prägten zahlreiche Programmierfehler und technische Mängel die Diskussion. Die Aktie fiel innerhalb von zwei Jahren auf lediglich noch 84 Złoty.

Mit Updates brachte CD Projekt Red das Spiel nach der Veröffentlichung in einen spielbaren Zustand. Die im September 2023 erschienene Erweiterung „Phantom Liberty“ erhielt umfassendes Lob von Kritikern und Spielern; Ende September 2023 notierte die Aktie wieder bei 125 Złoty.

Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin stark auf die Marken „The Witcher“ und „Cyberpunk“. Für beide Reihen befinden sich mehrere Projekte in Entwicklung, wobei die Entwicklungszyklen laut FAZ notorisch lang sind.

Nach der Neuauflage des dritten „Witcher“-Teils und der neuen Erweiterung soll erst im Jahr 2028 „The Witcher IV“ erscheinen. In dem neuen Teil übernimmt Ciri, die Ziehtochter der früheren Hauptfigur Geralt, die Hauptrolle. Für den Nachfolger von „Cyberpunk“ gibt es noch kein festes Datum.

Ein weiteres Projekt mit dem Codenamen „Hadar“ soll eine eigene Marke von CD Projekt Red begründen, befindet sich aber noch in der Planungsphase. Die Verkaufsplattform gog.com, die auf alte Spiele und Spiele ohne Kopierschutz spezialisiert ist, verkaufte CD Projekt Red bis Ende vergangenen Jahres an Michał Kiciński, einen der Mitgründer des Unternehmens.

KennzahlWert
Verkäufe von „The Witcher 3“ bis Mai 2025mehr als 60 Millionen Kopien
Höchstkurs der CDPR-Aktie vor „Cyberpunk 2077“464 Złoty
Umgerechneter Höchstkurs107 Euro
Kurs nach dem Rückgang84 Złoty
Kurs Ende September 2023125 Złoty
Nettoeinkommen 2025594,7 Millionen Złoty
Einnahmen von gog.com 202573,8 Millionen Złoty
Anteil von gog.com am Nettoeinkommenetwa zwölf Prozent
Aktueller Aktienkurs laut FAZ236 Złoty

Für das Geschäftsjahr 2025 erzielte CD Projekt Red ein Nettoeinkommen von 594,7 Millionen Złoty. gog.com steuerte dazu 73,8 Millionen Złoty beziehungsweise etwa zwölf Prozent bei und damit nicht den Löwenanteil der Einnahmen.

CD Projekt Red legt am Mittwoch Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 vor. Die neuen Ankündigungen und mögliche Auswirkungen auf die Verkäufe des älteren Spielekatalogs dürften sich laut FAZ erst in den kommenden Monaten in den Umsätzen zeigen. Große Sprünge seien im Halbjahresbericht daher nicht zu erwarten.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Neuauflage von „The Witcher 3“ das zweite Halbjahr des Unternehmens stützen kann. Die Aktie tendiert seit über einem Jahr eher seitwärts und notiert derzeit bei 236 Złoty, womit sie laut FAZ immerhin wieder die Hälfte des Höchstwertes aus dem Jahr 2020 erreicht.

Zusammenfassung: CD Projekt Red hat nach dem Vertrauensverlust durch „Cyberpunk 2077“ einen Teil der Erholung geschafft, bleibt aber von wenigen Marken und langen Entwicklungszyklen abhängig. Neue Impulse sollen die Neuauflage von „The Witcher 3“, die Erweiterung „Songs of the Past“ und langfristig „The Witcher IV“ liefern.

Quellen: