Broadcom enttäuscht beim Ausblick, VW setzt auf Sanierung und Stellenabbau

Autor: Aktien & ETF Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Broadcom übertrifft im dritten Quartal die Erwartungen, enttäuscht jedoch mit dem Ausblick; Volkswagen plant bis zu 50.000 weitere Stellenstreichungen und eine umfassende Straffung.

Broadcom überzeugt mit KI-Geschäft, enttäuscht aber beim Ausblick

Broadcom hat im dritten Quartal beim Umsatz und beim bereinigten Gewinn je Aktie die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 29,6 Milliarden US-Dollar, während Analysten im Vorfeld mit 29,4 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,32 US-Dollar und damit über der Prognose von 3,23 US-Dollar. Besonders dynamisch entwickelte sich erneut das Geschäft mit KI-Halbleitern: Broadcom setzte in diesem Bereich 16,7 Milliarden US-Dollar um und übertraf damit die Schätzungen von 15,9 Milliarden US-Dollar.

Der gesamte Halbleiterumsatz belief sich auf 20,4 Milliarden US-Dollar und verfehlte die Erwartungen von 20,5 Milliarden US-Dollar knapp. Broadcom profitiert laut Der Aktionär vor allem von der Nachfrage nach KI-Netzwerken und maßgeschneiderten Chips für große Cloud-Anbieter.

Für das vierte Quartal erwartet Broadcom einen Umsatz von 34,8 Milliarden US-Dollar. Die Analysten hatten im Schnitt mit 35,0 Milliarden US-Dollar gerechnet, weshalb der Ausblick die Erwartungen verfehlte und die Broadcom-Aktie im nachbörslichen Handel zunächst rund vier bis fünf Prozent verlor.

Zusammenfassung: Das dritte Quartal war bei Umsatz, Gewinn und KI-Halbleitern stark. Belastet wurde die Aktie durch die Prognose von 34,8 Milliarden US-Dollar Umsatz für das vierte Quartal.

KennzahlBroadcomErwartung
Umsatz im dritten Quartal29,6 Milliarden US-Dollar29,4 Milliarden US-Dollar
Bereinigter Gewinn je Aktie3,32 US-Dollar3,23 US-Dollar
KI-Halbleiterumsatz16,7 Milliarden US-Dollar15,9 Milliarden US-Dollar
Gesamter Halbleiterumsatz20,4 Milliarden US-Dollar20,5 Milliarden US-Dollar
Umsatzprognose für das vierte Quartal34,8 Milliarden US-Dollar35,0 Milliarden US-Dollar

Norweger erzielt mit B2 Impact rund 102,3 Millionen Euro

Der norwegische Unternehmer Jon Harald Nordbrekken hat mit Aktien des Inkassounternehmens B2 Impact einen Gewinn von fast 1,1 Milliarden Kronen erzielt. Das entspricht 102,3 Millionen Euro, wie FOCUS online unter Berufung auf das schwedische Wirtschaftsportal „Dagens PS“ berichtet.

Nordbrekken hatte B2 Impact im Jahr 2011 mitgegründet. Nach internen Meinungsverschiedenheiten über die künftige Strategie zog er sich im Jahr 2020 als amtierender Verwaltungsratsvorsitzender zurück, behielt jedoch seine Wertpapiere am Unternehmen.

Im Winter 2021 erwarb der Großaktionär weitere neun Millionen Aktien zu einem Stückpreis von rund sieben Kronen beziehungsweise rund 65 Cent. Der Gesamtaufwand belief sich auf 63 Millionen Kronen beziehungsweise 5,86 Millionen Euro.

Bei einem Kurs von 26,2 Kronen hatte sich der Wert dieser Tranche laut den von „Dagens PS“ veröffentlichten Berechnungen fast vervierfacht. Zusätzlich flossen über die Jahre Dividenden in Höhe von insgesamt 245 Millionen Kronen beziehungsweise rund 22,8 Millionen Euro, die in dieser Wertsteigerung noch nicht eingerechnet waren.

Als wichtigen Vorteil nennt der Bericht Nordbrekkens genaue Kenntnis des Unternehmens und der Branche. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass seine Beteiligung an dem Technologieunternehmen Next Biometrics erhebliche Verluste verursachte, nachdem das Unternehmen mit hohen Kosten, enttäuschenden Einnahmen und weiteren Problemen gekämpft hatte.

Zusammenfassung: Nordbrekken erzielte mit B2 Impact fast 1,1 Milliarden Kronen Gewinn. Sein Erfolg beruhte laut FOCUS online unter anderem auf seiner Rolle als Mitgründer und seinem antizyklischen Kauf von neun Millionen Aktien.

AngabeWert
Gewinn mit B2 Impactfast 1,1 Milliarden Kronen
Umgerechneter Gewinn102,3 Millionen Euro
Zusätzlich gekaufte Aktienneun Millionen Aktien
Kaufpreis je Aktierund sieben Kronen
Gesamtaufwand63 Millionen Kronen
Umgerechneter Gesamtaufwand5,86 Millionen Euro
Kurs der Tranche26,2 Kronen
Dividenden245 Millionen Kronen
Umgerechnete Dividendenrund 22,8 Millionen Euro

Zinsspekulationen treiben Technologiewerte in Asien

Die wichtigen asiatischen Leitbörsen haben zugelegt, angeführt von Technologiewerten. Händler verwiesen laut n-tv.de auf günstige Vorgaben der Wall Street, wo Technologietitel ebenfalls gefragt waren.

Ausgelöst wurde die Nachfrage nach Technologiewerten durch Aussagen des US-Notenbankgouverneurs Christopher Waller. Er zerstreute Befürchtungen über eine unmittelbar bevorstehende Zinserhöhung in den USA, woraufhin auch die Renditen am Anleihemarkt sanken.

Der japanische Nikkei stieg um 1,3 Prozent auf 64.938 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte um 0,2 Prozent zu. Gleichzeitig wertete der Yen in dieser Woche etwa 2,6 Prozent auf, während die Märkte zunehmend eine mögliche Zinserhöhung der Bank of Japan bei ihrer Sitzung im September einpreisten.

Der südkoreanische Kospi gewann 1,8 Prozent. In China zog der Shanghai Composite um 0,4 Prozent an, während der HSI in Hongkong um 2,1 Prozent zulegte. Die Aktien des chinesischen Technologiekonzerns Alibaba rückten um 3,1 Prozent vor, Baidu gewann über 4 Prozent.

Zusammenfassung: Sinkende Renditen und veränderte Zinserwartungen stützten asiatische Technologiewerte. Besonders deutlich legten der HSI, Alibaba und Baidu zu.

Index oder AktieEntwicklung
Nikkei+1,3 Prozent auf 64.938 Punkte
Topix+0,2 Prozent
Yen in dieser Woche+2,6 Prozent
Kospi+1,8 Prozent
Shanghai Composite+0,4 Prozent
HSI in Hongkong+2,1 Prozent
Alibaba+3,1 Prozent
Baiduüber +4 Prozent

GTA 6 rückt bei Take-Two in den Mittelpunkt

Für Take-Two Interactive steht mit GTA 6 die wichtigste Produkteinführung der Firmengeschichte bevor. Die Börse erwartet Milliardenumsätze, während Anleger auf hohe Gewinne setzen, berichtet WELT.

Der Bericht beschreibt die Veröffentlichung des Spiels als historische Gaming-Wette. Ein Gaming-Experte ordnet darin das Szenario ein, das die Aktie von Take-Two auf ein neues Level heben könnte.

Konkrete Umsatz- oder Kurswerte nennt der vorliegende Artikel nicht. Im Mittelpunkt stehen stattdessen die Bedeutung von GTA 6 für Take-Two Interactive und die hohen Erwartungen des Kapitalmarkts an die Produkteinführung.

Zusammenfassung: GTA 6 gilt laut WELT als wichtigste Produkteinführung in der Geschichte von Take-Two Interactive. Die Börse erwartet Milliardenumsätze und hohe Gewinne.

Volkswagen beschließt Zukunftsplan mit weiterem Stellenabbau

Der Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns hat einem Zukunftsplan des Vorstands zur Transformation einstimmig zugestimmt. Der Konzern will in den kommenden Jahren weitere 50.000 Stellen streichen, die Zahl seiner Modelle zusammenstreichen und weniger Firmenbeteiligungen halten, berichtet Finanzen.net.

Vier Werke stehen weiterhin auf der Kippe: Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm. Für diese Standorte könne eine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 aktuell nicht gewährleistet werden; parallel und ergänzend würden alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft.

Volkswagen beziffert die Produktionsüberkapazität in Europa auf 500.000 Fahrzeuge. Bis Ende Juni 2027 soll für die europäischen Werke ein Konzept für eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktionsstruktur entwickelt werden.

Bis 2035 soll die Modellpalette um rund 50 Prozent und die Angebotskomplexität um rund 75 Prozent reduziert werden. Außerdem soll das Portfolio der Beteiligungen und Geschäfte um rund ein Drittel gestrafft werden.

Konzernchef Oliver Blume bezeichnete die Zustimmung als starkes Signal für die Zukunft. Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch erklärte, der Aufsichtsrat sei überzeugt, dass mit der Umsetzung die dauerhafte Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Volkswagen-Konzerns gesichert werde.

„Der Zukunftsplan 2030 schafft die Voraussetzungen, um die Volkswagen Group und ihre Marken leistungsfähiger, wettbewerbsstärker und zukunftsorientierter aufzustellen.“

IG Metall und Konzernbetriebsrat erklärten, eine Eskalation sei verhindert worden. Zugleich betonten sie, kein Werk sei aufgegeben und keine Werksschließung besiegelt worden; eine Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen Pkw und der VW-Komponente sei aus ihrer Sicht vom Tisch.

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer bezeichnete den Zukunftsplan als Light-Version. „Die Werkschließungen sind nicht beschlossen, aber auch nicht ausgesetzt“, sagte er. Aus seiner Sicht könne eine gewisse Entspannung eintreten, von Frieden sei jedoch noch lange nicht zu sprechen.

Zusammenfassung: Volkswagen plant den Abbau von rund 50.000 Stellen, eine Halbierung der Modellpalette bis 2035 und eine Straffung des Beteiligungsportfolios um rund ein Drittel. Die vier Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm bleiben Gegenstand weiterer Prüfungen.

MaßnahmeAngabe
Geplanter weiterer Stellenabbaurund 50.000 Stellen
Produktionsüberkapazität in Europa500.000 Fahrzeuge
Reduzierung der Modellpalette bis 2035rund 50 Prozent
Reduzierung der Angebotskomplexität bis 2035rund 75 Prozent
Straffung des Beteiligungsportfoliosrund ein Drittel
Mögliche Folgebelegung der vier Werkegestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034

VW-Aktie steigt nach Zustimmung zum Sparpaket

Die Aktien von Volkswagen und des Großaktionärs Porsche SE setzten am Freitag ihre Erholung fort. Die VW-Papiere stiegen auf der Handelsplattform Tradegate mit 82,28 Euro auf das höchste XETRA-Niveau seit Mitte Juni und notierten zuletzt noch 3,51 Prozent im Plus bei 81,98 Euro.

Nach der Zustimmung zu den Sanierungsplänen sendeten die Aktien laut Finanzen.net ein erstes, zaghaftes Bodenbildungssignal. Anfang Juli waren die VW-Aktien mit rund 69 Euro auf das tiefste Niveau seit dem Jahr 2010 abgerutscht.

Analyst Tom Narayan von der kanadischen Investmentbank RBC bezeichnete die Entwicklung als ermutigendes Signal und positive Überraschung. Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats zu den Sparplänen erwarteten Analysten und Anleger von einer Telefonkonferenz des Managements vertrauensbildende Signale zur Umsetzung des Konzernumbaus.

Zusammenfassung: Die Zustimmung zum Zukunftsplan stützte die VW-Aktie. Sie erreichte auf Tradegate 82,28 Euro und lag zuletzt 3,51 Prozent im Plus bei 81,98 Euro.

AngabeWert
Tradegate-Hoch82,28 Euro
Letzter genannter Kurs81,98 Euro
Letzte Kursveränderung3,51 Prozent im Plus
Tief Anfang Julirund 69 Euro

Quellen: