GoPro, Shein, Mercedes, Rheinmetall und Siemens Energy im Fokus

Autor: Aktien & ETF Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet Kursbewegungen und Unternehmensnachrichten zu GoPro, Shein, Mercedes-Benz und einer FTC-Klage gegen Amazon wegen mutmaßlich getäuschter Werbekunden.

Pressespiegel: GoPro, Shein, Mercedes-Benz, Rheinmetall und Siemens Energy im Fokus

GoPro: „Markiplier“ wird größter Aktionär, Aktie legt fast 50 Prozent zu

Wie heise online berichtet, ist der 37-jährige YouTuber Mark Fischbach, bekannt als „Markiplier“, zum größten Anteilseigner des Kameraherstellers GoPro aufgestiegen. Seit wenigen Tagen hält er 8,5 Prozent der GoPro-Aktien und begründet sein Engagement damit, dass er das Unternehmen für deutlich unterbewertet hält.

GoPro hatte Fischbachs Investment bereits in der Vorwoche in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht veröffentlicht. Die eigentliche Kursrallye setzte laut heise online jedoch erst am Montag ein: Der Aktienkurs legte in der Folge fast 50 Prozent zu. Mit einem Preis von 0,88 US-Dollar pro Anteil liegt die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem Höchststand von 93,85 US-Dollar aus dem Jahr 2014.

Das Investment erfolgt in einer schwierigen Unternehmensphase. GoPro räumte Anfang Juni gegenüber der SEC erhebliche Zweifel am eigenen Fortbestand ein und warnte davor, dass möglicherweise bestimmte Kreditauflagen nicht eingehalten werden könnten. Im ersten Quartal sank der Umsatz im Jahresvergleich um 26 Prozent auf 99 Millionen US-Dollar, während der Kameraabsatz um 29 Prozent zurückging.

Als Belastung kommt die angespannte Lage am Speichermarkt hinzu. Nach Angaben des Unternehmens drücken die stark gestiegenen Preise auf die Marge, zugleich nimmt die Verfügbarkeit wichtiger Komponenten ab. Speicherlieferanten hatten im April Produktionskürzungen für den in GoPro-Produkten verwendeten Speicher angekündigt, woraufhin GoPro die Absatzprognosen für bestimmte Produkte senkte.

Die Probleme reichen laut heise online jedoch weiter zurück. GoPro kämpft bereits seit Jahren mit sinkender Nachfrage und hatte deshalb auch einen möglichen Verkauf oder eine Fusion geprüft. Fischbach verfolgt nach eigenen Angaben eine größere Mission, um das Filmemachen zugänglicher zu machen, und investierte dem Bericht zufolge auch in Strada, einen Anbieter von Werkzeugen zum Austausch großer Dateien.

Sein Einstieg bei GoPro begann demnach nach einem Messebesuch in Las Vegas im April. Dort habe er keinen Blick auf die nächste Kamera werfen dürfen. Anschließend habe er versucht, GoPro als Sponsor für seinen YouTube-Kanal zu gewinnen und im Hintergrund begonnen, Aktien zu kaufen.

„Ich will, dass das Unternehmen Erfolg hat.“

Vor wenigen Tagen bewarb Fischbach in einem Video die neue GoPro Mission 1 ILS und verglich sie mit einem zehnmal so teuren Konkurrenten. Ob sein Engagement und die Produktwerbung eine nachhaltige Kehrtwende beim Börsenkurs auslösen, bleibt offen. Trotz des Kurssprungs vom Montag lag die Aktie laut heise online weiterhin 40 Prozent unter dem Kurs vom Jahresanfang.

Zusammenfassung: YouTuber „Markiplier“ hält 8,5 Prozent der GoPro-Aktien und ist größter Aktionär. Die Aktie legte fast 50 Prozent zu, bleibt mit 0,88 US-Dollar aber deutlich unter dem Höchststand von 93,85 US-Dollar aus dem Jahr 2014.

Shein: Börsendebüt in Hongkong startet mit deutlichem Minus

Der Online-Modehändler Shein ist laut ntv.de mit einem deutlichen Minus an der Börse in Hongkong gestartet. Kurz nach Handelsbeginn lag die Aktie in den ersten Minuten zeitweise mit rund acht Prozent im Minus.

Ein Anteilsschein kostete zwischen 44 und 45 Hongkong-Dollar, was etwa 4,83 Euro bis 4,94 Euro entspricht. Vor dem Börsendebüt war der Angebotspreis auf 48,56 Hongkong-Dollar festgesetzt worden.

Auf Basis dieses Angebotspreises wurde der Unternehmenswert mit ungefähr 22,4 Milliarden Euro angegeben. Damit verfügt Shein nach dem Börsengang über umfangreiche Mittel, die nach Unternehmensangaben unter anderem in die technische Infrastruktur und in die Stärkung der eigenen Marke fließen sollen.

Der Börsenstart war für das in China gegründete Unternehmen ein langer Weg. Shein hatte zuvor bereits versucht, an den Finanzplätzen London und New York an die Börse zu gehen. Berichten zufolge scheiterte das Unternehmen jedoch am Widerstand Pekings.

Zwischen 2021 und 2022 verlegte Shein seinen Sitz nach Singapur. Zuletzt wurde das Geschäft der Plattform durch neue Zollregelungen in den wichtigen Märkten USA und Europa beeinträchtigt.

AngabeWert
Kurs kurz nach Handelsbeginn44 bis 45 Hongkong-Dollar
Rückgang in den ersten Minutenrund acht Prozent
Angebotspreis48,56 Hongkong-Dollar
Umgerechneter Preisetwa 4,83 Euro bis 4,94 Euro
Unternehmenswertungefähr 22,4 Milliarden Euro

Zusammenfassung: Shein startete in Hongkong zeitweise mit einem Minus von rund acht Prozent. Der Angebotspreis lag bei 48,56 Hongkong-Dollar, während die Aktie kurz nach Handelsbeginn zwischen 44 und 45 Hongkong-Dollar notierte.

Mercedes-Benz: Aktienrückkauf über bis zu 1 Milliarde Euro beginnt

Mercedes-Benz startet am Dienstag ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1 Milliarde Euro. Wie Finanzen.net berichtet, will der Autokonzern im Zeitraum vom 1. September 2026 bis zum 6. April 2027 bis zu 58 Millionen eigene Aktien über die Börse oder über ein multilaterales Handelssystem erwerben.

Die zurückgekauften Aktien sollen eingezogen werden. Dadurch steigt der Gewinn der verbleibenden Aktien, was sich in der Theorie auch kursstützend auswirken kann. Aktienrückkäufe werden von Unternehmen genutzt, um einen Teil der Gewinne indirekt an die Aktionäre weiterzugeben.

Das Programm war von der Hauptversammlung im Mai vergangenen Jahres genehmigt worden. Erst Anfang Juni hatte Mercedes-Benz ein Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro abgeschlossen. Dabei wurden knapp 38 Millionen eigene Anteile zu einem Durchschnittspreis von etwas mehr als 53 Euro erworben.

Die Aktie steht laut Finanzen.net ebenso wie die Papiere der Konkurrenten BMW und Volkswagen wegen der Branchenkrise unter Druck. Im bisherigen Jahresverlauf sackte der Kurs des Stuttgarter Autobauers um etwas mehr als ein Fünftel ab. Der Börsenwert von Mercedes-Benz lag bei rund 45 Milliarden Euro.

Im XETRA-Handel am Montag zeigte sich die Aktie stärker. Sie schloss mit einem Plus von 0,59 Prozent bei 47,22 Euro.

AngabeWert
Volumen des neuen Rückkaufprogrammsbis zu 1 Milliarde Euro
Zeitraum1. September 2026 bis zum 6. April 2027
Geplante Zahl eigener Aktienbis zu 58 Millionen
Abgeschlossenes Rückkaufprogramm2 Milliarden Euro
Im vorherigen Programm erworbene Aktienknapp 38 Millionen
Durchschnittspreis des vorherigen Programmsetwas mehr als 53 Euro
Montagsschluss47,22 Euro
Tagesveränderung0,59 Prozent

Zusammenfassung: Mercedes-Benz kauft vom 1. September 2026 bis zum 6. April 2027 bis zu 58 Millionen eigene Aktien für bis zu 1 Milliarde Euro zurück. Die Aktie stieg am Montag um 0,59 Prozent auf 47,22 Euro.

Amazon: US-Wettbewerbsbehörde verklagt den Konzern

Die FAZ führt in ihrem Business-Liveticker eine Klage der amerikanischen Wettbewerbsbehörde FTC gegen Amazon auf. In der Zusammenfassung wird dem Konzern vorgeworfen, Werbekunden getäuscht zu haben.

Die Meldung steht im Zusammenhang mit weiteren Unternehmens- und Wirtschaftsnachrichten des Liveblogs. Der Ticker nennt unter anderem eine Störung von Microsoft Outlook, ein wachsendes Werbegeschäft von OpenAI sowie eine Warnung eines VW-Gewerkschafters.

Konkrete Angaben zu den Vorwürfen, zum Umfang des Verfahrens oder zu möglichen finanziellen Folgen enthält der vorliegende Inhalt der FAZ nicht. Fest steht lediglich, dass die FTC Amazon verklagt und der Vorwurf im Bereich des Werbegeschäfts liegt.

Zusammenfassung: Die FTC hat laut FAZ Klage gegen Amazon eingereicht. Im Mittelpunkt steht der Vorwurf, der Konzern habe Werbekunden getäuscht.

Rheinmetall: Rekordquartal, aber gesenkte Umsatzprognose belastet die Aktie

Die Rheinmetall-Aktie geriet laut boerse.de trotz eines Rekordquartals unter Druck. Der Düsseldorfer Konzern hatte Anfang August 2026 Zahlen zum besten Quartal seiner 137-jährigen Geschichte vorgelegt, doch die Aktie fiel am selben Tag zeitweise um fast neun Prozent.

Für das am 30. Juni 2026 beendete Quartal wies Rheinmetall ein Ergebnis je Aktie von 2,66 Euro aus, nach 2,90 Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um gut 35 Prozent auf rund 3 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum 2,43 Milliarden Euro erzielt worden waren.

Der entscheidende Belastungsfaktor war nach Darstellung von boerse.de die gesenkte Umsatzprognose. Nach dem Aus eines wichtigen Marineprojekts reduzierte Rheinmetall die Prognose für 2026 von zuvor 14 bis 14,5 Milliarden Euro auf nun 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro. Die Zielsetzung für die operative Marge von rund 19 Prozent blieb unverändert.

Im Zentrum der kommenden Monate steht die Entscheidung über das Projekt „Arminius“, den geplanten Boxer-Radpanzer für die Bundeswehr. In Branchenkreisen ist von bis zu 3000 Fahrzeugen die Rede. Das Projekt ist politisch noch nicht endgültig beschlossen, könnte aber der bedeutendste Einzelauftrag des Jahres werden. Eine Bundestagsabstimmung wird für die erste oder zweite Dezemberwoche erwartet.

Der Auftragsbestand von Rheinmetall liegt bereits bei über 80 Milliarden Euro. Bis Jahresende soll er auf 100 bis 120 Milliarden Euro anwachsen. Das Projekt „Arminius“ wäre dabei nur einer von mehreren Bausteinen.

Parallel baut Rheinmetall sein Geschäft weiter aus. Im August wurde eine Absichtserklärung mit einem US-Rüstungskonzern zur gemeinsamen Fertigung von Präzisionsraketen am Standort Unterlüß unterzeichnet. In Nordhessen entsteht zudem für über 260 Millionen Euro eine neue Munitionsproduktionsstätte. Konzernchef Armin Papperger verfolgt außerdem den Kauf der Militärfahrzeugsparte eines europäischen Wettbewerbers.

Für die Branche insgesamt sieht boerse.de eine strukturell wachsende Nachfrage. Deutschland hat seine Verteidigungsausgaben 2025 das dritte Jahr in Folge zweistellig gesteigert und erstmals seit 1990 wieder das Zweiprozentziel der NATO überschritten. Für 2026 sieht der Bundeshaushalt gut 108 Milliarden Euro für Rüstungsausgaben vor; bis 2029 soll diese Summe auf rund 152 Milliarden Euro wachsen.

Auch auf europäischer Ebene steigen die Ausgaben. Die Verteidigungsausgaben der EU-Mitgliedstaaten erhöhten sich von 218 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf voraussichtlich 454 Milliarden Euro im Jahr 2026. Der Anteil der reinen Verteidigungsinvestitionen soll 2026 auf rund 36 Prozent der Gesamtausgaben steigen.

AngabeWert
Ergebnis je Aktie im Quartal2,66 Euro
Ergebnis je Aktie im Vorjahresquartal2,90 Euro
Umsatz im Quartalrund 3 Milliarden Euro
Umsatz im Vorjahreszeitraum2,43 Milliarden Euro
Umsatzprognose 2026 zuvor14 bis 14,5 Milliarden Euro
Umsatzprognose 2026 aktuell13,7 bis 14,2 Milliarden Euro
Ziel operative Margerund 19 Prozent
Auftragsbestandüber 80 Milliarden Euro
Erwarteter Auftragsbestand bis Jahresende100 bis 120 Milliarden Euro
Geplante Munitionsproduktionsstätteüber 260 Millionen Euro
Rüstungsausgaben Deutschland 2026gut 108 Milliarden Euro
Rüstungsausgaben Deutschland 2029rund 152 Milliarden Euro
EU-Verteidigungsausgaben 2021218 Milliarden Euro
EU-Verteidigungsausgaben 2026voraussichtlich 454 Milliarden Euro
Anteil der Verteidigungsinvestitionen 2026rund 36 Prozent

Zusammenfassung: Rheinmetall meldete ein Rekordquartal, senkte aber die Umsatzprognose für 2026 auf 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro. Die Aktie fiel zeitweise um fast neun Prozent, während der Auftragsbestand bereits über 80 Milliarden Euro beträgt.

Siemens Energy: SpaceX-Spekulation belastet die Aktie

Die Aktie von Siemens Energy war laut Der Aktionär am Montag mit einem Minus von mehr als drei Prozent der größte Verlierer im DAX. Belastet wurde der Energietechnikkonzern durch die Sorge, dass SpaceX in das Energiegeschäft einsteigen könnte.

Auslöser waren entsprechende Äußerungen von Elon Musk. Der Aktionär weist zugleich darauf hin, dass diese Aussagen auch neue Fantasie für das Thema bringen könnten. Für Siemens Energy bedeutet die Spekulation damit sowohl einen aktuellen Belastungsfaktor als auch die Möglichkeit einer veränderten Bewertung des Energiemarktes.

In der im Quelleninhalt ausgewiesenen Übersicht wird Siemens Energy mit einem Minus von 1,23 Prozent geführt. Weitere konkrete Angaben zu einem möglichen Einstieg von SpaceX in das Energiegeschäft oder zu den Auswirkungen auf Siemens Energy enthält der vorliegende Artikel nicht.

AngabeWert
Veränderung laut ArtikelMinus von mehr als drei Prozent
Ausgewiesene Veränderung in der Übersicht-1,23 Prozent

Zusammenfassung: Siemens Energy stand am Montag laut Der Aktionär am DAX-Ende. Die Aktie wurde durch die Sorge belastet, dass SpaceX in das Energiegeschäft einsteigen könnte.

Quellen: