Insiderkäufe auf Rekordtief, Apple unter Druck und neue Aktienhochs im Fokus

Autor: Aktien & ETF Redaktion

Veröffentlicht:

Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Insiderkäufe sind so schwach wie seit mindestens 21 Jahren nicht, während Apple trotz Rekordgewinns fällt und Drägerwerk ein 10-Jahres-Hoch erreicht.

Insiderkäufe erreichen laut Wallstreet Online den niedrigsten Stand seit mindestens 21 Jahren

Führungskräfte und Vorstände haben im Juli deutlich mehr Aktien ihrer eigenen Unternehmen verkauft als gekauft. Laut Wallstreet Online lag der Anteil der Unternehmen mit Netto-Insiderkäufen bis einschließlich Mittwoch bei 14,8 Prozent.

Der von Finanzprofessor Nejat Seyhun von der University of Michigan bevorzugte Indikator misst, bei wie vielen Unternehmen Insider netto kaufen, gemessen an allen Firmen, bei denen Insider gekauft oder verkauft haben. Sollte der Wert im gesamten Monat Bestand haben, wäre dies laut Seyhun der niedrigste Stand seit mindestens 21 Jahren.

Wallstreet Online verweist darauf, dass Manager und Verwaltungsräte ihre Unternehmen besser kennen als externe Anleger. Wenn sie in größerem Umfang verkaufen und kaum eigene Aktien kaufen, könne dies darauf hindeuten, dass sie kurzfristig nur begrenztes Aufwärtspotenzial in den eigenen Aktien sehen.

Besonders relevant sei das Signal, weil es in eine schwächere Marktphase falle. Nach Seyhuns Forschung seien Insiderverkäufe vor allem dann ein bearishes Zeichen, wenn sie während eines rückläufigen Aktienmarktes auftreten. Im Juli gerieten Teile des Marktes unter Druck; der PHLX-Halbleiterindex rutschte zeitweise sogar in den Bärenmarktbereich.

Die Zurückhaltung der Insider besteht laut Wallstreet Online bereits seit längerer Zeit. Der von InsiderSentiment.com ausgewertete Index lag in den vergangenen drei Jahren in den meisten Monaten unter seinem langfristigen Durchschnitt.

Bei defensiven Branchen zeigten sich dagegen positivere Daten. Bei Basiskonsumgütern wurden zuletzt eher Netto-Insiderkäufe registriert, während auch Rohstoffe und Versorger zu den wenigen Sektoren mit positiveren Insiderdaten gehörten.

Bei Large Caps fiel das Signal besonders schwach aus: Unter den großen Unternehmen, bei denen es im Juli Insidertransaktionen gab, verzeichneten nur 3,2 Prozent Netto-Insiderkäufe. Wallstreet Online bewertet dies nicht als automatisches Crashsignal, sondern als Warnzeichen für Anleger.

Zusammenfassung: Wallstreet Online berichtet von einer außergewöhnlich schwachen Insiderstimmung. Vor allem bei großen Unternehmen kaufen Führungskräfte nur selten eigene Aktien, was als Warnsignal für die weitere Marktentwicklung gilt.

WELT warnt deutsche Auswanderer mit Aktien- und ETF-Depots vor Steuerfallen

Viele Bundesbürger träumen laut WELT davon, vom eigenen Kapitalvermögen zu leben. In Ländern mit günstigeren Lebenshaltungskosten könne dieses Vorhaben einfacher erscheinen als in Deutschland, vor dem Auswandern müssten Anleger jedoch ihre steuerlichen Verhältnisse ordnen.

WELT stellt dabei die steuerlichen Folgen für deutsche Auswanderer mit Aktien und ETFs im Depot in den Mittelpunkt. Ohne eine vorherige Klärung der steuerlichen Situation könne der Wegzug teuer werden.

Der Beitrag ordnet das Thema in den Zusammenhang von Auswanderung, Rente, Steuer und Vermögenssteuer ein. Konkrete Steuersätze, Länderregelungen oder weitere Zahlen nennt der vorliegende Inhalt nicht.

Zusammenfassung: WELT weist darauf hin, dass ein Auswanderungsplan mit Aktien und ETFs nicht nur von den Lebenshaltungskosten abhängt. Anleger sollten ihre steuerlichen Verhältnisse vor dem Wegzug ordnen, da andernfalls finanzielle Belastungen entstehen können.

Vorstand kauft Heidelberg Materials-Aktien – Kurs gibt am selben Tag nach

Bei Heidelberg Materials wurden am 31.07.2026 Eigengeschäfte von Führungskräften registriert. Finanzen.net berichtet, dass René Aldach, Vorstand, insgesamt 250 Aktien zu je 159,80 EUR erworben hat.

Die Transaktion wurde am 31.07.2026 gemeldet. Am selben Tag verzeichnete die Heidelberg Materials-Aktie im FSE-Handel Verluste und fiel um 2,50 Prozent auf 162,00 EUR.

Bereits am 30.07.2026 hatte sich René Aldach mit Heidelberg Materials-Aktien eingedeckt. Dabei kaufte er 350 Aktien zu jeweils 165,70 EUR.

Finanzen.net nennt für Heidelberg Materials derzeit einen Börsenwert in Höhe von 28,92 Mrd. Euro. Der Streubesitz wird mit 175.801.840 Aktien angegeben.

DatumTransaktionStückzahlPreis je Aktie
30.07.2026Kauf durch René Aldach350 Aktien165,70 EUR
31.07.2026Kauf durch René Aldach250 Aktien159,80 EUR

Die Kursreaktion fiel trotz des Vorstandskaufs negativ aus. Zum Sitzungsende des Tages der BaFin-Veröffentlichung weist der vorliegende Beitrag zusätzlich eine unvollständige Angabe zur Kursbewegung und zum Kursniveau aus; diese wird daher nicht weiter berücksichtigt.

Zusammenfassung: René Aldach kaufte am 30.07.2026 und am 31.07.2026 Heidelberg Materials-Aktien. Der zweite Kauf umfasste 250 Aktien zu je 159,80 EUR, während die Aktie am 31.07.2026 um 2,50 Prozent auf 162,00 EUR nachgab.

Drägerwerk-Vorzugsaktie erreicht laut boerse.de neues 10-Jahres-Hoch

Die Drägerwerk Vz-Aktie stieg am 31.07.2026 auf 109,00 EUR und erreichte damit ein neues 10-Jahres-Hoch. Laut boerse.de stellte die Aktie damit den Kurs vom 01.06.2017 ein.

Die Aktie befindet sich nach Angaben der Quelle seit dem 10.07.2026 in einem langfristigen Aufwärtstrend. In diesem Zeitraum gewann sie +33,33% an Wert.

Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt aktuell +30,64%. boerse.de weist für die Drägerwerk Vz-Aktie außerdem ein B-Rating im Performance-Check vom 01. August 2026 aus.

KennzahlWert
Neues 10-Jahres-Hoch109,00 EUR
Vergleichskurs01.06.2017
Beginn des langfristigen Aufwärtstrends10.07.2026
Wertentwicklung in diesem Zeitraum+33,33%
Abstand zur 200-Tage-Linie+30,64%

Zusammenfassung: Die Drägerwerk Vz-Aktie erreichte am 31.07.2026 bei 109,00 EUR ein neues 10-Jahres-Hoch. Seit dem 10.07.2026 legte sie laut boerse.de um +33,33% zu und notiert +30,64% über der 200-Tage-Linie.

Apple-Aktie verliert trotz Rekordgewinn gut sieben Prozent

Der SPIEGEL berichtet über einen deutlichen Kursrückgang der Apple-Aktie trotz eines Rekordgewinns im zweiten Quartal. Das Unternehmen verdiente im Zeitraum von April bis Juni 29,8 Milliarden Dollar beziehungsweise 2,02 Dollar pro Anteilsschein.

Finanzchef Kevan Parekh erklärte laut SPIEGEL, Apple habe sowohl beim Gewinn pro Aktie als auch beim operativen Cashflow neue Rekorde für ein Juniquartal aufgestellt. Am Tag danach verloren die Aktien kurz vor Mittag mitteleuropäischer Sommerzeit jedoch um gut sieben Prozent an Wert.

Als Grund nennt der SPIEGEL die Erwartungen für die Zukunft. Aktienkurse spiegelten nicht vergangene Erfolge wider, sondern die erwartete Entwicklung; das Rekordquartal sei deshalb bereits länger eingepreist gewesen.

Für das laufende Quartal rechnet Apple mit einem um neun bis elf Prozent höheren Gesamtumsatz. Analysten hatten bislang mit zwölf Prozent gerechnet. Bei den iPhones geht Apple von rund 15 Prozent mehr verkauften Geräten aus, während die Erwartungen bei 17,6 Prozent lagen.

AngabeWert
Gewinn im Zeitraum April bis Juni29,8 Milliarden Dollar
Gewinn je Anteilsschein2,02 Dollar
Apple-Aktie am Folgetaggut sieben Prozent Verlust
Erwartetes Umsatzwachstum im laufenden Quartalneun bis elf Prozent
Bisherige Analystenerwartung beim Umsatzwachstumzwölf Prozent
Erwartetes Wachstum bei verkauften iPhonesrund 15 Prozent
Bisherige Erwartung bei verkauften iPhones17,6 Prozent

Eine Ursache für die vorsichtigeren Aussichten sieht der SPIEGEL in den steigenden Preisen für Speicherchips. Der KI-Boom führt demnach dazu, dass neue Rechenzentren große Mengen an Halbleitern benötigen und die Fabriken in Taiwan und anderen asiatischen Ländern mit der Produktion nicht hinterherkommen.

Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, steigen laut SPIEGEL die Preise. Amazon habe angekündigt, in diesem Jahr 20 Milliarden Dollar mehr für den KI-Ausbau auszugeben, hauptsächlich wegen der teureren Chips.

Apple entwickelt seine Chipsysteme selbst, lässt sie aber bei Zulieferern fertigen. Konzernchef Tim Cook erklärte, die Lieferkette für fortschrittliche Chipfertigung sei grundsätzlich weniger flexibel, um die hohe Nachfrage zu befriedigen.

„Die Lieferkette für fortschrittliche Chipfertigung ist einfach grundsätzlich weniger flexibel, um die hohe Nachfrage zu befriedigen.“

Unter Analysten ist laut SPIEGEL umstritten, ob Lieferengpässe die gesamte Erklärung liefern. Experten von JPMorgan folgten den Angaben von Apple und schlussfolgerten, dass sich die Umsätze eher verzögern als ausbleiben könnten. Apple würde iPhones, MacBooks und andere Produkte dann später verkaufen.

Andere Analysten gehen laut SPIEGEL davon aus, dass auch die Nachfrage der Kunden beeinträchtigt wird, weil Apple-Produkte teurer werden oder bereits teurer geworden sind. Die Preise für MacBooks und iPads hatte Apple bereits angehoben und dies zuvor angekündigt.

Der Rekordgewinn des vergangenen Quartals könnte deshalb auch darauf zurückgehen, dass Kunden noch zu niedrigeren Preisen gekauft haben. Bob O’Donnell, Chefanalyst bei Technalysis Research, sprach von einem möglichen Kaufrausch, der sich nicht fortsetzen müsse.

Eine weitere zentrale Frage für die künftige Entwicklung sei laut SPIEGEL, wie die KI-Version der Audioassistentin Siri bei den Kunden ankommt. Apple hatte diese im Juni mit zweijähriger Verspätung vorgestellt.

Zusammenfassung: Apple meldete für das zweite Quartal 29,8 Milliarden Dollar Gewinn beziehungsweise 2,02 Dollar je Anteilsschein, doch die Aktie verlor am Folgetag gut sieben Prozent. Der SPIEGEL führt dies vor allem auf schwächere Erwartungen für das laufende Quartal, steigende Chippreise, mögliche Lieferengpässe und höhere Produktpreise zurück.

Quellen: