September im Börsenfokus: Saisonalität, VW-Signal, Zinsen und Dividenden-Branchen
Autor: Aktien & ETF Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Der September gilt als saisonal schwacher Börsenmonat, während VW ein Short-Signal zeigte und Zinsdruck sowie Pharma- und Dividendenthemen die Märkte prägen.
September zwischen Saisonalität, Chartsignalen und Dividendenfokus
Droht im September ein Börsenbeben?
Der September gilt laut Der Aktionär traditionell als schwierigster Börsenmonat. Eine Auswertung von FactSet und Edward Jones zeigt, dass der S&P 500 seit 1945 im September durchschnittlich 0,8 Prozent verloren hat. Nur in 42 Prozent der Fälle schloss der Index den Monat positiv ab.
Im Vergleich dazu erzielte der S&P 500 im April und Dezember seit 1945 im Schnitt jeweils ein Plus von 1,5 Prozent. Der Dezember wies zudem in 75 Prozent der Fälle eine positive Monatsbilanz auf. Damit fällt der September sowohl bei der durchschnittlichen Rendite als auch bei der Wahrscheinlichkeit eines Kursanstiegs deutlich zurück.
Die historische Statistik ist nach Einschätzung der Quelle jedoch keine konkrete Prognose. Sie beschreibt vergangene Durchschnittswerte und ist weder ein Börsenfahrplan noch eine Garantie für die Zukunft. Die vergangenen beiden September hätten zudem gezeigt, dass die saisonale Schwäche nicht zwangsläufig eintreten müsse.
Eine größere Bedeutung habe das jeweilige Marktumfeld. Schwächere Phasen im September und Oktober seien in der Vergangenheit häufig dann aufgetreten, wenn die Börsen bereits unter Druck standen oder sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechterten.
Als zusätzlichen Unsicherheitsfaktor nennt Der Aktionär die US-Zwischenwahlen im Jahr 2026. Politische Unsicherheit könne die saisonale Schwäche in Wahljahren zeitweise verstärken, wobei dieser Effekt historisch häufig begrenzt gewesen sei und an Bedeutung verloren habe, sobald die Unklarheiten rund um die Wahlen nachließen.
Statt sich ausschließlich am Kalender zu orientieren, sollten Anleger laut Quelle auf Aktien achten, die sich gegenüber dem Gesamtmarkt robust entwickeln. Wichtig seien dabei die fundamentale Lage, der Newsflow und die relative Stärke einzelner Titel. Das TSI-Premium-Depot wird mit einem Plus von 48 Prozent seit Jahresbeginn genannt.
„Die September-Statistik ist damit ein Warnhinweis, aber kein Börsenurteil.“
Zusammenfassung: Der S&P 500 verlor seit 1945 im September durchschnittlich 0,8 Prozent und war in 42 Prozent der Fälle positiv. Die Quelle warnt jedoch davor, aus der Saisonalität allein ein konkretes Börsenurteil abzuleiten.
Volkswagen mit neuem Short-Signal im Chart
Bei der Volkswagen (VW) vz-Aktie ist laut Finanzen.net am 01.09.2026 um 16:00 das Candlestick-Signal „shooting Star“ aufgetreten. Finanzen.net ordnet dieses Chartsignal als Short-Signal ein.
Das Papier gab in der XETRA-Sitzung um 1,4 Prozent auf 76,58 EUR nach. Damit rückte die charttechnische Entwicklung der Vorzugsaktie in den Fokus kurzfristig orientierter Anleger.
Volkswagen mit Sitz in Wolfsburg gilt laut Quelle als Europas führender Automobilproduzent und gehört weltweit zu den drei größten Herstellern. Der Konzern produziert PKWs, Nutzfahrzeuge und Motorräder und fertigt außerdem Großdieselmotoren, Turbolader, Turbomaschinen, Kompressoren sowie chemische Reaktoren.
Zusätzlich verfügt Volkswagen über ein umfassendes Portfolio an Finanzdienstleistungen rund um Fahrzeuge. Zum Konzern gehören zwölf bedeutende Fahrzeugmarken, darunter Volkswagen, Audi, SEAT, ŠKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Scania und MAN.
Volkswagen kontrolliert nahezu 50 Prozent des Kapitals von Scania sowie rund 72 Prozent der Stimmrechte und etwa 75 Prozent der Anteile an der MAN SE. Der Konzern betreibt Fertigungsstätten in 27 Ländern, beschäftigt weltweit etwa 550.000 Mitarbeiter und verkauft seine Fahrzeuge in 153 Ländern.
Die im DAX gelisteten Aktien der Volkswagen AG sind in Stamm- und Vorzugsaktien aufgeteilt. Die Mehrheit der Stammaktien hält Porsche mit 53,1 Prozent, gefolgt vom Land Niedersachsen mit 20 Prozent und der Katar Holding mit 17 Prozent.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Chartsignal | Candlestick shooting Star |
| Einordnung | Short-Signal |
| Zeitpunkt | 01.09.2026 16:00 |
| XETRA-Veränderung | 1,4 Prozent |
| Genannter Kurs | 76,58 EUR |
| Fertigungsstätten | 27 Ländern |
| Mitarbeiter | etwa 550.000 |
| Verfügbarkeit der Fahrzeuge | 153 Ländern |
Zusammenfassung: Finanzen.net berichtet bei Volkswagen (VW) vz über ein Candlestick-shooting-Star-Signal, das als Short-Signal eingestuft wird. Die Aktie verlor in der XETRA-Sitzung 1,4 Prozent auf 76,58 EUR.
Ex-Dividenden-Tag am 02.09.2026
Wallstreet Online stellt Aktien in den Mittelpunkt, die am 02.09.2026 ihren Ex-Dividenden-Tag erreichen. Die Übersicht soll Anlegern einen kompakten Einblick in wichtige Dividendentermine des Tages geben.
Am Ex-Dividenden-Tag wird eine Aktie ohne Anspruch auf die anstehende Dividende gehandelt. Wer die Aktie erst am Ex-Tag kauft, erhält die nächste Ausschüttung in der Regel nicht mehr. Anleger, die bereits vor dem Ex-Tag investiert waren, können dagegen dividendenberechtigt sein.
Die Quelle weist darauf hin, dass die Dividende kein zusätzlicher Gratis-Ertrag ist. Am Ex-Tag kann der Aktienkurs rechnerisch um den Dividendenbetrag sinken. Für Anleger sei daher entscheidend, ob die Aktie fundamental überzeugt und ob die Ausschüttung nachhaltig finanzierbar ist.
Bei Dividendenaktien können Anleger laut Wallstreet Online unterschiedliche Ansätze verfolgen. Einerseits kommen hohe Ausschüttungen infrage, auch wenn die Kursentwicklung manchmal moderater ausfällt. Andererseits können Aktien mit stark steigenden Kursen und etwas niedrigeren Dividenden interessant sein.
Der Dividendenkalender liefert nach Darstellung der Quelle einen schnellen Überblick über die Ex-Termine. Für eine Anlageentscheidung sollten Anleger zusätzlich die Dividendenrendite, das Geschäftsmodell, die Bilanzqualität und die Kursentwicklung berücksichtigen.
- Der Ex-Dividenden-Tag ist der 02.09.2026.
- Ein Kauf am Ex-Tag führt in der Regel nicht mehr zum Anspruch auf die nächste Ausschüttung.
- Der Aktienkurs kann am Ex-Tag rechnerisch um den Dividendenbetrag sinken.
- Dividendenrenditen sollten nicht isoliert betrachtet werden.
Zusammenfassung: Wallstreet Online nennt den 02.09.2026 als Ex-Dividenden-Tag der vorgestellten Aktien. Neben dem Termin sollen Anleger insbesondere Geschäftsmodell, Bilanzqualität, Kursentwicklung und die Nachhaltigkeit der Ausschüttung prüfen.
Pharma- und Biotech-Aktien rücken wieder in den Fokus
WELT berichtet über eine erneute Konzentration der Börse auf den Biotech- und Pharmasektor. Das „mRNA-Beben“ richte den Blick der Anleger wieder auf die Branche, während Aktien aus diesem Bereich an der Wall Street zum lukrativen Anti-Tech-Trade avancierten.
WELT befragte dazu den Investmentprofi Markus Manns nach seinen Favoriten. Der Artikel kündigt konkrete Aktienideen des Pharma-Investors an und stellt den Zusammenhang mit Biontech, Moderna und der weiteren Entwicklung der mRNA-Technologie heraus.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich bei Biontech ein Irrtum der Anleger oder ein mRNA-Durchbruch abzeichnet. Der Beitrag ordnet diese Entwicklung in den größeren Zusammenhang der aktuellen Börsenbewegungen im Biotech- und Pharmasektor ein.
Zusammenfassung: WELT sieht den Biotech- und Pharmasektor als möglichen Anti-Tech-Trade an der Wall Street. Investmentprofi Markus Manns nennt im Beitrag seine Aktien-Favoriten im Zusammenhang mit der mRNA-Entwicklung.
Zinsdruck trifft verschuldete DAX-Unternehmen unterschiedlich
Steigende Anleiherenditen werden laut Onvista für viele Aktien wieder zum Belastungsfaktor. Die Analyse von Nico Santura untersucht, wie sich höhere Zinsen auf verschuldete DAX-Unternehmen auswirken und weshalb die reine Kennzahl Nettoverschuldung/ Ebitda nicht ausreicht.
Im Fokus stehen Eon, Vonovia und Bayer. Vonovia könnte durch die hohe Verschuldung, steigende Refinanzierungskosten und das Immobilienumfeld unter Druck geraten.
Bayer kämpft laut Quelle zusätzlich mit Cashflow-Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten und Schulden. Damit wirken bei dem Unternehmen neben dem allgemeinen Zinsumfeld weitere Belastungsfaktoren zusammen.
Eon könnte als regulierter Netzbetreiber operativ sogar von der Zinswende profitieren. Die Analyse bezieht dabei Bundesanleihen, EZB-Zinsen, den Bund-Future, Refinanzierungsstrukturen, Fälligkeiten, Geschäftsmodelle und konkrete Bewertungsfragen ein.
| Unternehmen | Von Onvista genannte Aspekte |
|---|---|
| Vonovia | Hohe Verschuldung, Refinanzierungskosten und Immobilienumfeld |
| Bayer | Cashflow-Belastungen durch Rechtsstreitigkeiten und Schulden |
| Eon | Regulierter Netzbetreiber; könnte operativ von der Zinswende profitieren |
Zusammenfassung: Onvista stellt Eon, Vonovia und Bayer als unterschiedlich betroffene DAX-Unternehmen vor. Während Vonovia und Bayer durch Verschuldung beziehungsweise zusätzliche Belastungen unter Druck geraten könnten, könnte Eon als regulierter Netzbetreiber operativ von der Zinswende profitieren.
Morningstar sieht unterbewertete Dividendenaktien
Börse Online berichtet über laut Morningstar unterbewertete Aktien, die im September Dividenden ausschütten. Für Anleger könne sich deshalb ein doppelter Blick lohnen, weil neben dem laufenden Cashflow auch eine mögliche Unterbewertung berücksichtigt wird.
Der September gilt nach Darstellung der Quelle als Crash-Monat an der Börse. Investoren, deren Aktien in diesem Zeitraum Ausschüttungen zahlen, könnten Kursschwankungen gelassener betrachten, weil regelmäßiger Cashflow aus Dividenden zufließt.
Morningstar führt unter anderem Unilever, RELX und AstraZeneca als Aktien an, die im September Dividende ausschütten und aktuell teilweise stark unterbewertet seien. Zu Unilever äußerte sich die Aktienanalystin Diana Radu positiv zur Kapitalrückführung an die Anteilseigner.
„Wir halten die Ausschüttungen an die Anteilsinhaber für angemessen.“
Dividenden seien bislang das bevorzugte Instrument zur Kapitalrückführung an die Anteilseigner gewesen. Auch Aktienrückkäufe seien insbesondere nach größeren Veräußerungen von Vermögenswerten ein wichtiger Verwendungszweck für überschüssige Barmittel gewesen.
Morningstar geht laut Börse Online davon aus, dass Unilever seine hohe Quote der Dividendenausschüttung beibehalten und bei Aktienrückkäufen opportunistisch vorgehen wird. Eine genauere Analyse zu den Unilever-Aktien verweist Börse Online auf die Ausgabe 33/26.
Wer nicht auf einzelne Titel setzen, sondern in ein gesamtes Portfolio aus Dividendenaktien investieren möchte, findet laut Quelle im BÖRSE ONLINE Globale Dividendenstars Index einen entsprechenden Ansatz. Der Index filtert durch eine jährliche Reallokation Aktien aus 10 verschiedenen Branchen.
Bei der Auswahl werden unter anderem Dividendenrendite, Dividendenzahlungen in jedem Jahr der letzten 10 Jahre sowie konstant steigende oder gleichbleibende Dividendenzahlungen über die letzten 5 Jahre berücksichtigt. Die automatische Sortierung nach Qualitätsmerkmalen soll dafür sorgen, dass Anleger auf die ausgewählten Dividendenaktien setzen.
- Morningstar nennt unter anderem Unilever, RELX und AstraZeneca.
- Unilever soll seine hohe Quote der Dividendenausschüttung beibehalten.
- Aktienrückkäufe sollen opportunistisch erfolgen.
- Der BÖRSE ONLINE Globale Dividendenstars Index umfasst Aktien aus 10 verschiedenen Branchen.
- Berücksichtigt werden unter anderem Dividendenzahlungen in jedem Jahr der letzten 10 Jahre.
- Konstant steigende oder gleichbleibende Dividendenzahlungen über die letzten 5 Jahre fließen ebenfalls ein.
Zusammenfassung: Börse Online stellt Morningstar zufolge unterbewertete Dividendenzahler für den September vor. Genannt werden Unilever, RELX und AstraZeneca; bei Unilever hebt Morningstar die angemessene Ausschüttung sowie mögliche opportunistische Aktienrückkäufe hervor.
Quellen:
- Droht im September ein Börsenbeben?
- Volkswagen (VW) vz-Aktie short: Neues Chartsignal
- Ex-Dividende heute: Diese Aktien stehen im Fokus
- Biontech-Irrtum und mRNA‑Durchbruch? Die Aktien-Favoriten des Pharma-Investors
- Zinsdruck: Welche Aktie ist besonders betroffen?
- Diese laut Morningstar unterbewerteten Aktien schütten im September Dividende aus