Trump-Rückzieher bewegt Märkte, Volkswagen unter Druck, Advantest erhöht Dividende

Autor: Aktien & ETF Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Trump-Rückzieher lassen Aktien steigen und Ölpreise fallen, während Advantest die Dividende erhöht und Volkswagen unter Absatzrückgang sowie möglichen Werksschließungen leidet.

Trump-Rückzieher sorgt für steigende Aktien und fallende Ölpreise

Europas Börsen werden laut ntv.de mit kräftigen Kursgewinnen erwartet. Hintergrund ist, dass US-Präsident Donald Trump bei seiner Rhetorik gegen den Iran über das Wochenende drastisch zurückgerudert und einen angeblich vorbereiteten Angriff abgesagt hat.

Die Dax-Futures steigen über 1 Prozent, während der Ölpreis über 5 Prozent nachgibt. Neue Hoffnungen auf Gespräche zwischen den USA und dem Iran mildern laut ntv.de die Sorgen über Angebotsunterbrechungen im Nahen Osten.

Zusätzlichen Druck auf die Ölpreise könnte die Organisation erdölexportierender Länder, OPEC, ausüben. Sie teilte mit, die Produktion im September um weitere 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Dies ist der sechste monatliche Anstieg in Folge.

Im Mittelpunkt des Handelstags stehen außerdem Konjunkturdaten. Weltweit werden die Revisionen der Einkaufsmanager-Indizes, kurz PMI, erwartet. Die bisherigen Daten aus Asien sehen laut ntv.de gut aus, mit Ausnahme Chinas, wo die Expansion im Juli geringer als erwartet war. Im Tagesverlauf folgen die PMI-Daten aus Europa sowie der wichtige ISM-Index aus den USA.

MarktbewegungAngabe
Dax-Futuresüber 1 Prozent höher
Ölpreisüber 5 Prozent niedriger
OPEC-Produktion im SeptemberErhöhung um 188.000 Barrel pro Tag

Zusammenfassung: Der Trump-Rückzieher belastet die Ölpreise und stützt die Aktienmärkte. Neben der weiteren Entwicklung im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran richten sich die Blicke auf die PMI-Daten und den US-ISM-Index.

Advantest erhöht Dividende deutlich

Die Hauptversammlung des Nikkei-225-Titels Advantest hat am 31.07.2026 eine Dividende von 59,00 JPY für das Jahr 2026 beschlossen. Wie Finanzen.net berichtet, wurde die Ausschüttung damit im Vorjahresvergleich um 51,28 Prozent erhöht.

Insgesamt zahlt Advantest 35,75 Mrd. JPY an die Aktionäre aus. Die Gesamtausschüttung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 30,87 Prozent.

Das Advantest-Papier verabschiedete sich am Tag der Hauptversammlung im TSE-Handel bei 32.500,00 JPY. Am folgenden Handelstag wurde die Aktie Ex-Dividende gehandelt. Finanzen.net weist darauf hin, dass es am Ex-Dividende-Tag optisch zu teils deutlichen Einbußen kommen kann, während die Dividendenauszahlung kurze Zeit später erfolgt.

Für 2026 wird eine Dividendenrendite von 0,29 Prozent ausgewiesen. Im Vorjahr hatte sie noch 0,60 Prozent betragen. Über einen Zeitraum von 5 Jahren stieg der Kurs von Advantest über die TSE um 1.205,22 Prozent. Die tatsächliche Rendite aus Kursentwicklung und Dividende lag mit einem Gewinn von 1.205,37 Prozent leicht darüber.

Für 2027 erwarten Analysten von FactSet eine Dividende von 104,72 JPY. Die Dividendenrendite würde den FactSet-Schätzungen zufolge auf 0,32 Prozent steigen.

KennzahlWert
Dividende für 202659,00 JPY
Erhöhung gegenüber dem Vorjahr51,28 Prozent
Gesamtausschüttung35,75 Mrd. JPY
Anstieg der Gesamtausschüttung30,87 Prozent
Schlusskurs am Tag der Hauptversammlung32.500,00 JPY
Dividendenrendite 20260,29 Prozent
Dividendenrendite im Vorjahr0,60 Prozent
Kursentwicklung über 5 Jahre1.205,22 Prozent
Tatsächliche Rendite über 5 Jahre1.205,37 Prozent
FactSet-Dividendenprognose für 2027104,72 JPY
FactSet-Dividendenrendite für 20270,32 Prozent

Der Börsenwert des Nikkei-225-Unternehmens beträgt aktuell 23,317 Bio. JPY. Advantest weist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 39,46 auf. Im Jahr 2026 setzte das Unternehmen 1,129 Bio. JPY um und erzielte einen Gewinn je Aktie von 515,15 JPY.

Zusammenfassung: Advantest schüttet für 2026 59,00 JPY je Aktie aus und erhöht die Gesamtausschüttung. FactSet erwartet für 2027 eine weitere Anhebung auf 104,72 JPY.

Die wichtigsten Aktienmeldungen der Woche

Börse Online blickt auf eine bewegte Woche mit Iran-Nachrichten, dem Fed-Meeting, volatilen Kursen und zahlreichen Unternehmensmeldungen zurück. Im Mittelpunkt standen unter anderem Deutsche Telekom, Apple, Amazon, Meta, Microsoft, Rheinmetall und BASF.

Bei der Deutschen Telekom und weiteren Dividendenwerten sah Börse Online ein mögliches Risiko für erneuten Kursdruck. Ein negatives Signal aus den USA könnte die Konzerne belasten.

Bei der Commerzbank ging es um den weiteren Umgang mit Unicredit. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp setzt auf Dialog und möchte mit Unicredit über einen gemeinsamen Weg sprechen. Zugleich wurde eine mögliche Idee der Bundesregierung thematisiert, mit der sie Unicredit erheblich verärgern könnte.

Die Meta-Aktie geriet nach einer Gewinnverfehlung unter Druck. Trotz eines soliden Umsatzwachstums verfehlte der Facebook-Konzern im zweiten Quartal die Erwartungen beim Gewinn je Aktie deutlich. Das Papier reagierte mit einem Kursrückgang von mehr als sieben Prozent.

Bei Rheinmetall verwies Börse Online auf einen wichtigen charttechnischen Meilenstein am Dienstag und positive Nachrichten am Mittwoch. Dadurch stellte sich die Frage, ob dies der Startschuss für eine Rally sein könnte.

Die BASF-Aktie bewegte sich zuletzt eher seitwärts. Gute Nachrichten für den DAX-Konzern sollten laut Börse Online die Frage beantworten, ob ein mögliches Verkaufssignal noch verhindert werden kann.

Microsoft meldete am Mittwochabend seine Quartalszahlen. Börse Online stellte dabei die Frage in den Mittelpunkt, ob die Panik bei der Aktie nach den veröffentlichten Zahlen vorbei sein könnte.

Auch die Apple-Zahlen wurden am Donnerstagabend mit Spannung erwartet. Bei Amazon standen beeindruckende Zahlen, das AWS-Wachstum und die Aussagen des Managements zur langfristigen Geschäftsentwicklung im Fokus; außerdem wurde die Reaktion der Börse betrachtet.

Bei Novo Nordisk sorgten schlechte Nachrichten am Freitag nach einer zwischenzeitlichen Erholung für einen deutlichen Kurseinbruch. Börse Online bezeichnete dies als einen weiteren Schock für die Aktionäre.

Zusammenfassung: Die Woche war von hoher Nachrichten- und Kursdynamik geprägt. Besonders auffällig waren der Kursrückgang der Meta-Aktie von mehr als sieben Prozent, die Zahlen von Microsoft, Apple und Amazon sowie die Entwicklungen bei Rheinmetall, BASF und Novo Nordisk.

Comdirect: Keine News zur BEMETALS-CORP.-Aktie

Auf der von Comdirect bereitgestellten Informationsseite zur BEMETALS CORP. O.N. Aktie werden keine Nachrichten zur Aktie ausgewiesen. Die Seite führt für den Wert mit der WKN A42BKL und der ISIN CA5319651017 den Hinweis „Kein Eintrag“ an.

Comdirect stellt dort unter anderem Kursdaten, Analysen zum Unternehmen, News zur Aktie, Aktieninformationen und Börsentermine als Bereiche bereit. Konkrete Kurs- oder Nachrichtenangaben enthält der nutzbare Inhalt jedoch nicht.

Zusammenfassung: Für die BEMETALS CORP. O.N. Aktie weist Comdirect keine Einträge im Nachrichtenbereich aus.

Volkswagen unter Druck: Absatzrückgang in China und mögliche Werksschließungen

Bei Volkswagen sind laut FinanzNachrichten.de die Halbjahreszahlen enttäuschend ausgefallen. Gleichzeitig bricht der Absatz in China ein, und vier deutsche Werke stehen zur Debatte. Insgesamt sollen bis zu 100.000 Jobs weltweit auf dem Prüfstand stehen.

Der Umsatz blieb im ersten Halbjahr mit 158,1 Milliarden Euro relativ stabil. Das operative Ergebnis sank jedoch um 11,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Die operative Marge liegt bei 3,8 Prozent.

Besonders stark fiel der Rückgang in China aus. Die Auslieferungen gingen dort um bis zu 31,6 Prozent zurück. Volkswagen-Chef Oliver Blume reagiert mit einem harten Sparkurs, in dessen Rahmen bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen könnten.

Als gefährdet gelten die Werke in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm. Der Betriebsrat protestiert gegen die Pläne. FinanzNachrichten.de verweist zugleich auf die Kostenlücke zu Standorten wie Bratislava und darauf, dass auch Abfindungen zusätzliche Belastungen verursachen dürften.

Es gibt jedoch auch positive Aspekte. Volkswagen setzt auf neue Elektromodelle, die gemeinsam mit dem chinesischen Partner Xpeng entwickelt werden und ab Ende des Jahres auf den Markt kommen sollen. Die Partnerschaft mit Rivian trägt laut dem Bericht erste Früchte und hat zuletzt die Software-Umsätze unterstützt.

Der Auftragseingang in Europa zeigt sich weiterhin relativ stabil. Zudem ist der Anteil der Bestellungen von Elektroautos spürbar gestiegen. Ob dies ausreicht, um den verlorenen Boden in China zurückzugewinnen, bleibt laut FinanzNachrichten.de offen.

Auch charttechnisch befindet sich die Volkswagen-Aktie in einer schwachen Lage. Der Kurs pendelt derzeit bei rund 74,50 Euro und liegt seit Jahresbeginn um fast 30 Prozent niedriger. Das 52-Wochen-Hoch bei über 108 Euro und das Hoch aus 2024 bei knapp unter 129 Euro liegen deutlich höher.

Der RSI notiert bei 37. Damit signalisiert er eine schwache, aber noch nicht überverkaufte Stimmung. Der Kurs liegt deutlich unter dem 50er- und dem 200er-SMA. Das Momentum zeigt ebenfalls weiter nach unten.

Als nächste Zielzone nennt FinanzNachrichten.de einen Bereich unter 70 Euro, wahrscheinlich im Bereich 60 - 63 Euro. Diese Einschätzung wird mit einer Ableitungsprojektion der vorherigen Abwärtswälle begründet.

Auf der Bewertungsseite locken laut Bericht ein KGV von rund 4,5 und eine hohe Dividendenrendite. Dem stehen die schwachen China-Zahlen, der kostenintensive Umbau und der angeschlagene Chart gegenüber. FinanzNachrichten.de beschreibt Volkswagen daher derzeit eher als Investment für sehr Wagemutige, die gegen den Trend agieren.

Volkswagen-KennzahlAngabe
Umsatz im ersten Halbjahr158,1 Milliarden Euro
Operatives Ergebnis5,9 Milliarden Euro
Rückgang des operativen Ergebnisses11,6 Prozent
Operative Marge3,8 Prozent
Rückgang der Auslieferungen in Chinabis zu 31,6 Prozent
Gefährdete deutsche WerkeEmden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm
Aktienkursrund 74,50 Euro
Entwicklung seit Jahresbeginnfast 30 Prozent nach unten
RSI37
Nächste Zielzone60 - 63 Euro
KGVrund 4,5

Zusammenfassung: Volkswagen steht wegen schwacher Halbjahreszahlen, des Einbruchs in China und möglicher Stellen- und Werkreduzierungen unter Druck. Neue Elektromodelle, die Partnerschaften mit Xpeng und Rivian sowie ein stabiler Auftragseingang in Europa bilden die Lichtblicke, während der Chart weiterhin einen Abwärtstrend zeigt.

Raiffeisen Bank International veröffentlicht Ergebnis des Addiko-Übernahmeangebots

Die boerse.de veröffentlichte am 03.08.2026 um 00:05 CET/CEST eine EQS-News zur Veröffentlichung des Ergebnisses des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots für sämtliche Addiko-Aktien. Als Schlagwort wird „Übernahmeangebot“ genannt.

Die Mitteilung stammt von der Raiffeisen Bank International AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist laut Veröffentlichung der Emittent beziehungsweise Herausgeber verantwortlich. Übermittelt wurde die Finanznachricht durch die EQS Group.

AngabeWert
Datum03.08.2026
Uhrzeit00:05 CET/CEST
MitteilungsartCorporate News/Finanznachricht
ÜbermittlerEQS Group
QuelleDGAP
EQS-News-Kennung2375684

Zusammenfassung: Die Raiffeisen Bank International veröffentlichte über EQS das Ergebnis ihres freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots für sämtliche Addiko-Aktien. Die Mitteilung wurde am 03.08.2026 um 00:05 CET/CEST veröffentlicht.

Quellen: