Callable Bond
Callable Bond
Was ist ein Callable Bond?
Ein Callable Bond, auch vorzeitig kündbare Anleihe genannt, ist eine spezielle Art von Anleihe, die das Recht beinhaltet, vor Ablauf der Laufzeit vom Emittenten zurückerstattet zu werden.
Das Besondere an Callable Bonds
Der wesentliche Punkt, der Callable Bonds von regulären Anleihen unterscheidet, ist das sogenannte "Call"-Recht. Das heißt, der Emittent, das Unternehmen oder die Regierung, die den Bond ausgegeben hat, hat das Recht, den Bond zu einem vorher festgelegten Preis zurückzukaufen. Dies passiert meist, wenn das Zinsniveau sinkt und der Emittent die Anleihe neu zu günstigeren Konditionen ausgeben kann.
Callable Bonds und ETFs
Callable Bonds können Bestandteil eines Exchange Traded Funds (ETF) sein. Im Zusammenhang mit ETFs sind sie besonders relevant, da sie das Risiko- und Renditeprofil des Fonds beeinflussen. Falls der Emittent das Call-Recht ausübt, kann dies zu einer niedrigeren Rendite des ETFs führen. Daher haben ETFs, die Callable Bonds enthalten, ein zusätzliches Risikoelement.
Risiken von Callable Bonds
Es ist wichtig zu verstehen, dass Callable Bonds beide Seiten schützen, aber auch Risiken beinhalten. Für den Anleger besteht das Risiko, dass der Bond vorzeitig zurückgezahlt wird und er dann das investierte Geld zu den aktuell niedrigeren Zinsen neu anlegen muss. Für den Emittenten besteht das Risiko, dass er höhere Zinsen zahlen muss, wenn die Zinsen steigen. Daher sind Callable Bonds oft mit höheren Zinsen ausgestattet als nicht vorzeitig kündbare Bonds, um Anleger für diese Risiken zu entschädigen.