Over-the-Counter-Futures
Over-the-Counter-Futures
Was sind Over-the-Counter-Futures?
Over-the-Counter-Futures sind Finanzverträge, die zwischen zwei Parteien abgeschlossen werden, außerhalb von organisierten Börsenmärkten. Sie werden 'Over-the-Counter' (OTC) genannt, da sie nicht an einer zentralen Börse gehandelt werden, sondern direkt zwischen den beiden Parteien.
Wie funktionieren Over-the-Counter-Futures?
Bei einem OTC-Future vereinbaren zwei Parteien einen Preis für ein bestimmtes Gut oder Finanzprodukt, das zu einem späteren Zeitpunkt geliefert wird. Der Preis ist dabei von Anfang an festgelegt. Da diese Vereinbarungen privat sind und nicht über eine Börse gehandelt werden, können sie individuell auf die Bedürfnisse der Beteiligten zugeschnitten werden. Dies führt zu einer größeren Flexibilität gegenüber standardisierten Futures, die an Börsen gehandelt werden.
Bedeutung von Over-the-Counter-Futures in Bezug auf Aktien und ETFs
Auch wenn Over-the-Counter-Futures oft in Verbindung mit Waren wie Öl oder Gold stehen, können sie auch auf Finanzprodukte wie Aktien und ETFs angewandt werden. Hierbei wird der Preis für eine bestimmte Anzahl von Aktien oder ETF-Anteilen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Durch den Einsatz von OTC-Futures können Anleger mögliche Preisschwankungen absichern und zugleich von zukünftigen Preissteigerungen profitieren.
Risiken und Vorteile von Over-the-Counter-Futures
Die größte Stärke von Over-the-Counter-Futures, ihre Flexibilität, birgt gleichzeitig auch Risiken. Da OTC-Futures nicht an einer zentralen Börse gehandelt werden, liegt das Gegenparteirisiko bei den einzelnen Vertragsparteien: Wenn eine Seite ihren Verpflichtungen nicht nachkommt, kann dies zum Verlust des Investments führen. Auf der anderen Seite bieten Over-the-Counter-Futures die Möglichkeit, spezifische Risiken abzusichern, die mit gängigen, an der Börse gehandelten Futures nicht abgedeckt werden können.