Statutory Voting
Statutory Voting
Was ist Statutory Voting?
Statutory Voting ist eine Abstimmungsmethode, die hauptsächlich bei Aktiengesellschaften angewendet wird. Bei dieser Methode hat jede Aktie, die ein Aktionär besitzt, genau eine Stimme. Das bedeutet, je mehr Aktien eine Person besitzt, desto mehr Stimmrechte hat sie bei einer Gesellschaftsentscheidung. Diese Abstimmungsmethode ist in vielen Ländern gesetzlich festgelegt (daher der Name "statutory"), um die Stimmrechte der Aktionäre zu regeln.
Statutory Voting im Kontext von ETFs
Bezogen auf ETFs (Exchange Traded Funds) spielt Statutory Voting eine eher untergeordnete Rolle, da ETFs in der Regel keinen direkten Stimmrechtsbesitz mit sich bringen. Stattdessen wird oft das Fondmanagement oder der ETF-Anbieter diese Stimmrechte wahrnehmen. Bei einigen ETFs kann jedoch das Stimmrecht auf den Aktionär übertragen werden, was in solchen Fällen ähnlich wie beim Statutory Voting funktioniert.
Vor- und Nachteile des Statutory Votings
Ein Vorteil vom Statutory Voting ist, dass es die Aktionäre nach ihrer investierten Kapitalmenge gewichtet - wer mehr investiert, hat auch mehr zu sagen. Dies kann jedoch auch als Nachteil gesehen werden, da es große Aktionäre bevorzugt und kleinere Anleger unter Umständen benachteiligt. Es besteht das Risiko, dass das Management vor allem die Interessen großer Aktionäre berücksichtigt.
Statutory Voting vs. Cumulative Voting
Statutory Voting sollte nicht mit dem Cumulative Voting verwechselt werden. Beim Cumulative Voting erhalten Aktionäre mehrere Stimmen, basierend auf der Anzahl der Direktoren, die gewählt werden sollen. Sie können diese Stimmen auf einen oder mehrere Direktoren verteilen. Das erlaubt kleineren Anlegern, ihre Stimmen zu bündeln, um einen größeren Einfluss ausüben zu können.