Geld ohne Ware?

    Fachbuch über Geld in der sowjetischen Planwirtschaft

    Geld ohne Ware?
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    Entschlüsselt den sowjetischen Rubel: Fundierte Geldtheorie und Archivforschung für ein tieferes Verständnis sozialistischer Planwirtschaft.

    Kurz und knapp

    • Geld ohne Ware? untersucht die besondere Rolle des sowjetischen Rubels in der sozialistischen Planwirtschaft.
    • Das Fachbuch stellt das „passive money concept“ vor und überprüft die Theorie anhand sowjetischer Archivdaten.
    • Es verbindet Geldtheorie, Wirtschaftsgeschichte und empirische Forschung zu einer fundierten Analyse.
    • Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der Sowjet-Rubel tatsächlich „Geld ohne Ware“ war und wie er im staatlich gelenkten Wirtschaftssystem funktionierte.
    • Der Titel eignet sich besonders für Leser mit Interesse an Wirtschaftsgeschichte, Geldtheorie, Sozialismus und der Geschichte der Sowjetunion.
    • Zielgruppe: Studierende, Lehrende, historisch Interessierte sowie Leser, die politische und ökonomische Systeme wissenschaftlich hinterfragen möchten.

    Beschreibung:

    Geld ohne Ware? untersucht die besondere Rolle des sowjetischen Rubels und eröffnet einen fundierten Blick auf Geld, Wirtschaft und Gesellschaft im Sozialismus. Das Fachbuch verbindet wirtschaftsgeschichtliche Analyse mit empirischer Forschung und richtet sich an Leser, die verstehen möchten, wie Geld in einer Planwirtschaft funktioniert.

    Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der Sowjet-Rubel tatsächlich „Geld ohne Ware“ war. Dazu wird das sogenannte „passive money concept“ vorgestellt und kritisch überprüft. Yasushi Nakamura von der Hitotsubashi University in Tokio unterzieht diese akademische Theorie den Daten aus inzwischen zugänglichen sowjetischen Archiven. So entsteht eine spannende Verbindung zwischen theoretischer Geldökonomie und konkreter Wirtschaftsgeschichte.

    Stellen Sie sich einen Bürger der Sowjetunion vor, der seinen Lohn in Rubeln erhält. Er besitzt zwar Geld, doch die verfügbaren Waren, Dienstleistungen und Möglichkeiten zum Tausch werden nicht allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Der Rubel steht damit in einem komplexen Verhältnis zur staatlich gelenkten Produktion. Genau an diesem Spannungsfeld setzt Geld ohne Ware? an und macht verständlich, wie Geld innerhalb einer sozialistischen Planwirtschaft wirken konnte.

    Das Buch betrachtet die Sowjetunion aus zwei Perspektiven: Einerseits analysiert es die politische Ökonomie und die Frage, in welchem Umfang die UdSSR über Jahrzehnte eine Planwirtschaft aufwies. Andererseits führt die empirische Untersuchung anhand historischer Daten zur Theorie des unechten beziehungsweise passiven Geldes. Leser erhalten dadurch nicht nur eine theoretische Einführung, sondern auch einen nachvollziehbaren Einblick in die wirtschaftlichen Realitäten des sowjetischen Systems.

    Geld ohne Ware? ist besonders wertvoll für alle, die sich mit Wirtschaftsgeschichte, Geldtheorie, Sozialismus oder der Geschichte der Sowjetunion beschäftigen. Die Verbindung aus wissenschaftlicher Argumentation, Archivmaterial und historischer Einordnung unterstützt dabei, verbreitete Vorstellungen über Geld und Märkte kritisch zu hinterfragen.

    Als Fachbuch aus den Bereichen Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik eignet sich der Titel für Studierende, Lehrende, historisch Interessierte und Leser mit einem besonderen Interesse an politischen und ökonomischen Systemen. Wer die Funktionsweise des sowjetischen Rubels verstehen und die Theorie des „passive money concept“ anhand historischer Quellen nachvollziehen möchte, findet in Geld ohne Ware? eine anspruchsvolle und erkenntnisreiche Lektüre.

    Letztes Update: 01.08.2026 09:08

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    Praktische Tipps

    • Geeignet ist das Fachbuch besonders für Studierende, Lehrende und historisch oder wirtschaftswissenschaftlich Interessierte, die den sowjetischen Rubel im Kontext von Sozialismus und Planwirtschaft untersuchen möchten.
    • Grundkenntnisse in Wirtschaftsgeschichte oder Geldtheorie erleichtern den Einstieg, sind aber nicht zwingend erforderlich; wichtige Begriffe wie „passive money concept“ sollten beim Lesen mit eigenen Definitionen festgehalten werden.
    • Lesen Sie zunächst die theoretischen Kapitel und markieren Sie anschließend die Archivdaten und empirischen Belege, um zu prüfen, wie Nakamura die Theorie des passiven Geldes an der sowjetischen Wirtschaftsgeschichte misst.
    • Erstellen Sie beim Lesen eine Vergleichstabelle zu staatlicher Preisfestsetzung, Warenverfügbarkeit, Lohnzahlungen und Geldfunktion, damit die Unterschiede zwischen einer Planwirtschaft und einer marktwirtschaftlichen Geldordnung klarer werden.
    • Zur Vertiefung bieten sich weiterführende Literatur zur sowjetischen Wirtschaftsgeschichte, zur politischen Ökonomie des Sozialismus sowie zur Geldtheorie und Inflationsgeschichte an; besonders hilfreich ist der Vergleich mit anderen sozialistischen Wirtschaftssystemen.
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