Aktien einfach erklärt

24.03.2024 10:50 154 mal gelesen Lesezeit: 11 Minuten 0 Kommentare

Thema in Kurzform

  • Aktien sind Anteile an Unternehmen, die deren Besitzer zu Miteigentümern machen und ihnen Stimmrechte auf der Hauptversammlung gewähren.
  • Der Wert einer Aktie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der wirtschaftlichen Leistung des Unternehmens und den Erwartungen der Anleger.
  • Beim Kauf von Aktien können Anleger Dividenden erhalten und von Kurssteigerungen profitieren, tragen aber auch das Risiko von Kursverlusten.

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Aktien Erklärung – Was sind Aktien und wie funktionieren sie

Aktien Erklärung – das klingt vielleicht erstmal trocken und kompliziert. Aber keine Sorge, wir machen es einfach. Stellen Sie sich eine Aktie als ein kleines Stück eines großen Unternehmens vor. Wenn Sie eine Aktie kaufen, werden Sie zu einem Teilhaber dieses Unternehmens. Das Konzept hinter Aktien ist eigentlich ziemlich alt, aber es hat sich über Jahrhunderte hinweg bewährt, um Unternehmen beim Wachsen zu unterstützen und Anlegern eine Möglichkeit zu geben, an diesem Wachstum teilzuhaben.

Wie funktionieren nun Aktien? Jedes Mal, wenn ein Unternehmen Geld für Investitionen benötigt, kann es entscheiden, Anteile seines Eigentums zu verkaufen – eben jene Aktien. Anleger können diese Aktien kaufen und erhalten im Gegenzug das Recht auf einen Anteil am Gewinn des Unternehmens, die sogenannten Dividenden, und je nach Aktientyp auch Mitspracherechte.

Aktien werden vorwiegend an Börsen gehandelt, das sind Märkte, wo Angebot (Verkäufer von Aktien) und Nachfrage (Käufer von Aktien) aufeinandertreffen. Durch diesen Handel bestimmt sich der Kurswert der Aktie, also der Preis, zu dem Aktien gehandelt werden. Dieser Preis spiegelt im Idealfall den wirtschaftlichen Wert des Unternehmens wider.

Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass der Aktienmarkt volatil sein kann, das heißt, der Wert von Aktien kann schwanken, manchmal auch sehr stark und sehr schnell. Als Aktionär profitieren Sie möglicherweise von Kurssteigerungen, müssen aber auch das Risiko von Kursverlusten in Kauf nehmen.

Aktien bieten also eine faszinierende Möglichkeit, in Unternehmen zu investieren und von deren Erfolg zu profitieren. Gleichzeitig sind sie aber auch mit einem Risiko verbunden, das es zu verstehen und zu managen gilt.

Die verschiedenen Rechtsformen von Unternehmen und ihre Bedeutung für Aktien

Wenn es um Aktien geht, ist es unerlässlich, einen Blick auf die verschiedenen Rechtsformen von Unternehmen zu werfen. Nicht jede Firma kann Aktien ausgeben – dies ist vor allem Unternehmen in bestimmten Rechtsformen vorbehalten. Die bekannteste Form, die Aktien ausgeben darf, ist die Aktiengesellschaft (AG). Aber auch eine europäische Gesellschaft, bekannt als Societas Europaea (SE), steht hier auf der Liste.

Diese Rechtsformen sind in ihrer Struktur so aufgebaut, dass sie den Handel mit Anteilen am Unternehmen ermöglichen. Das gibt ihnen die Flexibilität, Kapital durch den Verkauf von Anteilen, den Aktien, zu erhöhen. Dies unterscheidet sie beispielsweise von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), bei denen die Anteilsübertragung meist komplizierter ist und nicht über die Börse abläuft.

Ein weiterer interessanter Punkt ist der, dass diese Rechtsformen auch ein gewisses Maß an Transparenz und ordnungsgemäßer Unternehmensführung (Corporate Governance) erfordern. Beispielsweise müssen Aktiengesellschaften regelmäßig über ihre finanzielle Lage berichten, was wiederum für Aktionäre wichtig ist, um die Wertentwicklung ihrer Investments nachvollziehen zu können.

Die Rechtsform eines Unternehmens gibt also vor, ob und wie Sie als Anleger direkt in Form von Aktien an dem Unternehmen beteiligt sein können. Zudem beeinflusst sie, welchen Regeln das Unternehmen folgen muss, was wiederum einen Einfluss auf die Sicherheit und Transparenz Ihres Investments hat.

Investieren in Aktien: Chancen und Herausforderungen

Vorteile Risiken
Mit dem Erfolg des Unternehmens wachsen Marktrisiko: Kursschwankungen können zu Verlusten führen
Dividenden als passive Einkommensquelle Unternehmensspezifisches Risiko: Probleme im Unternehmen können den Aktienwert mindern
Liquidität: Aktien sind in der Regel leicht handelbar Volatilität: Hohe Kursschwankungen sind möglich
Eigentum an einem Anteil des Unternehmens Keine Garantie für Dividenden oder Wertzuwachs
Mitbestimmungsrecht: Stimmrecht auf Hauptversammlungen Informationsflut: Notwendigkeit der ständigen Informationsbeschaffung
Chance auf überdurchschnittliche Renditen Psychologischer Faktor: Emotionen können Entscheidungen beeinträchtigen

Nennwert und Börsenwert – Grundlagen des Aktienhandels

Der Nennwert einer Aktie ist ein buchhalterischer Wert, der beim erstmaligen Ausgeben der Aktien festgelegt wird. Er berechnet sich aus der Division des Grundkapitals der Gesellschaft durch die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien. Dieser Wert dient häufig als Berechnungsgrundlage für juristische und formale Angelegenheiten, wie beispielsweise die Höhe des Stammkapitals bei einer AG.

Der Börsenwert, auch als Marktkapitalisierung bekannt, ist hingegen der Wert, der sich aus dem aktuellen Kurs der Aktie multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien ergibt. Dieser Wert gibt Aufschluss darüber, welchen Wert die Marktakteure einem Unternehmen beißen. Er ist ein dynamischer Wert, der im Gegensatz zum festgelegten Nennwert ständigen Schwankungen unterliegt, da der Aktienkurs durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage bestimmt wird.

Diese beiden Werte sind wesentlich für das Verständnis des Aktienhandels. Während der Nennwert häufig eine eher untergeordnete, formale Rolle spielt, ist der Börsenwert zentral für die Bewertung eines Unternehmens an der Börse und damit auch für Anlageentscheidungen der Investoren.

Kurz gesagt, der Nennwert ist eine statische Zahl aus der Vergangenheit, während der Börsenwert eine aktuelle, dynamische Bewertung darstellt, die zeigt, wie der Markt ein Unternehmen in der Gegenwart bewertet.

Geldkurs, Briefkurs und der letzte Kurs – Börsenkurse verstehen

Um den Handel an der Börse nachvollziehen zu können, ist das Verständnis der Begriffe Geldkurs, Briefkurs und letzter Kurs fundamental. Diese Kurse sind Indikatoren für die Preisbildung einer Aktie und beeinflussen direkt, zu welchem Preis man kaufen oder verkaufen kann.

Der Geldkurs, auch als Bid-Preis bekannt, ist der Preis, den Käufer bereit sind, für eine Aktie zu bezahlen. Je höher die Nachfrage, desto höher der Geldkurs. Der Briefkurs, oder Ask-Preis, ist derjenige Preis, zu dem Verkäufer bereit sind, ihre Aktien zu verkaufen. Dieser ist in der Regel höher als der Geldkurs, da Verkäufer natürlich einen möglichst hohen Preis erzielen möchten. Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs wird auch als Spread bezeichnet und ist ein Maß für die Liquidität und das Handelsvolumen einer Aktie.

Der letzte Kurs ist der Preis, zu dem die aktuellste Transaktion stattgefunden hat. Dieser Wert ist besonders für die Bewertung des momentanen Marktwertes einer Aktie wichtig, da er das tatsächlich gezahlte Entgelt und damit den aktuellen Marktpreis widerspiegelt.

Jeder dieser Kurse gibt Aufschluss über verschiedene Aspekte des Handels und trägt dazu bei, ein vollständigeres Bild der Marktlage zu erlangen. Für Anleger ist dieses Wissen entscheidend, um Kauf- oder Verkaufsentscheidungen fundiert treffen zu können.

Aktionärsrechte und -pflichten – Was bedeutet es, Aktien zu besitzen

Wer Aktien erwirbt, wird nicht nur finanziell an einem Unternehmen beteiligt, sondern erhält auch bestimmte Aktionärsrechte. Diese Rechte ermöglichen es dem Aktionär, direkt auf das Unternehmensgeschehen Einfluss zu nehmen. Zu den wichtigsten Rechten zählt das Stimmrecht auf der Hauptversammlung, wo über grundlegende Unternehmensentscheidungen abgestimmt wird. Zudem haben Aktionäre ein Auskunftsrecht, also das Recht, Informationen über die Angelegenheiten der Gesellschaft zu erhalten.

Ein weiteres zentrales Recht ist der Anspruch auf einen Teil des Gewinns, der sogenannte Dividendenanspruch. Ob und wie viel Dividende gezahlt wird, hängt von der Ertragslage des Unternehmens ab und der Entscheidung der Hauptversammlung.

Doch mit den Rechten kommen auch Aktionärspflichten. So müssen Aktionäre beispielsweise bei einer Kapitalerhöhung die Möglichkeit haben, neue Aktien zu erwerben (Bezugsrecht), um ihre Beteiligung anteilig nicht zu verwässern. Auch wenn es selten vorkommt, kann es in Krisensituationen sogar zu einer Nachschusspflicht kommen, bei der Aktionäre zusätzliches Kapital einbringen müssen, um das Unternehmen zu stützen.

Das Besitztum von Aktien bedeutet somit, sowohl an den Chancen als auch den Risiken des Unternehmens teilzuhaben. Die Balance von Rechten und Pflichten als Aktionär zu kennen, ist grundlegend für eine informierte Investitionsentscheidung.

Vom Unternehmen zur Börse – Der Weg einer Aktie

Der Prozess, den eine Firma durchläuft, um ihre Anteile an der Börse handelbar zu machen, ist komplex und strategisch wichtig. Diesen Weg nennt man den Börsengang oder das Initial Public Offering (IPO). Vor einem Börsengang ist ein Unternehmen meistens im Privatbesitz; die Anteile liegen in Händen von Einzelpersonen, Gründern oder privaten Investoren.

Damit eine Aktie an der Börse gelistet werden kann, muss das Unternehmen eine Reihe von regulatorischen Anforderungen erfüllen. Hierzu gehören unter anderem die Offenlegung finanzieller Details, die Implementierung von Corporate-Governance-Strukturen und oft die Durchführung eines Prüfungsverfahrens durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Nach erfolgreicher Erstnotierung ist die Aktie für Anleger handelbar. Dieses Ereignis ist meist begleitet von einem öffentlichen Angebot der Aktien zu einem festgesetzten Ausgabepreis.

Der Gang an die Börse ermöglicht dem Unternehmen in der Regel den Zugang zu mehr Kapital und erhöht seine Sichtbarkeit, während Anleger die Möglichkeit erhalten, durch den Kauf von Aktien am Erfolg des Unternehmens teilzuhaben.

Die unterschiedlichen Arten von Aktien und ihre Merkmale

Aktien sind nicht einfach nur Aktien – es gibt verschiedene Arten, die sich in ihren Merkmalen und Rechten unterscheiden. Grundsätzlich kann man zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien differenzieren.

Stammaktien sind die gängigste Form. Sie verleihen dem Aktionär Stimmrechte auf der Hauptversammlung und somit ein Mitspracherecht bei wichtigen Unternehmensentscheidungen. Zudem haben die Inhaber von Stammaktien Anspruch auf einen Anteil am Unternehmensgewinn in Form von Dividenden.

Vorzugsaktien hingegen bieten oft keine Stimmrechte, dafür aber andere Vorteile, wie zum Beispiel einen bevorzugten Anspruch auf Dividenden. In manchen Fällen erhalten Inhaber von Vorzugsaktien ihre Dividende in einem festen Betrag oder prozentualen Anteil, bevor überhaupt eine Ausschüttung an Stammaktionäre erfolgt.

Darüber hinaus existieren noch weitere Aktienarten, wie etwa Mitarbeiteraktien, die zu besonderen Konditionen an Unternehmensangehörige ausgegeben werden, oder auch nennwertlose Aktien, die keinen festen Nennwert aufweisen, sondern auf den Inhaberanteil am Grundkapital verweisen.

Die Kenntnis über die Art der Aktie ist für Anleger bedeutend, da sie wesentlichen Einfluss auf die Rechte und möglichen Erträge aus dem Investment hat.

Angebot und Nachfrage – Die Faktoren, die den Aktienkurs beeinflussen

Die Preisbildung einer Aktie an der Börse ist das direkte Ergebnis von Angebot und Nachfrage. Steigt die Nachfrage nach einer Aktie und das Angebot bleibt gleich, wird in der Regel auch der Kurs steigen. Umgekehrt führt ein erhöhtes Angebot bei gleichbleibender oder sinkender Nachfrage oft zu fallenden Kursen.

Doch welche Faktoren beeinflussen Angebot und Nachfrage? Wirtschaftliche Kennzahlen des Unternehmens wie Umsatz, Gewinn und Wachstum sind maßgeblich. Auch externe Ereignisse, wie politische Entscheidungen oder Zinsniveauänderungen, können Einfluss nehmen. Weitere Faktoren können die allgemeine Marktlage oder Branchentrends sein.

Emotionen spielen zudem eine oft unterschätzte Rolle. Die Stimmung der Anleger und ihr Vertrauen in die Zukunft eines Unternehmens oder einer Branche können den Aktienkurs kurzfristig beeinflussen, der allerdings langfristig tendenziell die tatsächliche wirtschaftliche Lage widerspiegeln sollte.

Kurzum, eine Vielzahl von Faktoren wirkt auf Angebot und Nachfrage einer Aktie ein und bestimmt so ihren Börsenpreis. Anleger sollten sich bewusst sein, dass Aktienkurse nicht immer nur rational erklärbare Bewegungen zeigen können.

Risiken und Chancen beim Aktienkauf

Der Kauf von Aktien ist sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Einer der Hauptgründe für Investitionen in Aktien ist das Potenzial für eine hohe Rendite, sei es durch Kursgewinne oder Dividendenausschüttungen. Eine gut ausgewählte Aktie kann im Laufe der Zeit erheblich im Wert steigen und damit zur Vermehrung des eingesetzten Kapitals führen.

Gleichzeitig bergen Aktien das Risiko von Kursverlusten. Wirtschaftliche Probleme, Unternehmensfehlentscheidungen oder auch unvorhersehbare Ereignisse wie Naturkatastrophen oder politische Unruhen können zu einem Wertverlust führen. Im schlimmsten Fall ist sogar ein Totalverlust des investierten Geldes möglich.

Es ist daher ratsam, sich über die Risikostreuung Gedanken zu machen. Die Investition in verschiedene Aktien oder Branchen (Diversifikation) kann dazu beitragen, das Risiko zu verringern. Eine weitere Möglichkeit der Risikostreuung bietet die Anlage in Exchange Traded Funds (ETFs), die ein breitgefächertes Portfolio an Aktien abbilden und so das Klumpenrisiko reduzieren.

Die sorgfältige Analyse und Auswahl von Aktien, verbunden mit einem Bewusstsein für die vorhandenen Risiken, ist entscheidend für erfolgreiches Investieren an der Börse.

Dividendenaktien – Eine Quelle für regelmäßige Einnahmen

Dividendenaktien sind für viele Anleger besonders attraktiv, da sie nicht nur die Möglichkeit von Kursgewinnen bieten, sondern auch eine regelmäßige Einnahmequelle darstellen können. Dividenden sind Anteile am Gewinn eines Unternehmens, die an die Aktionäre ausgezahlt werden, in der Regel jährlich oder quartalsweise.

Die Höhe der Dividende hängt von der Ertragslage und der Ausschüttungspolitik des Unternehmens ab. Manche Unternehmen, bekannt als Dividendenaristokraten, haben eine lange Tradition, ihre Dividenden regelmäßig zu erhöhen.

Für Anleger, die ein passives Einkommen erzielen möchten, können Dividenden eine zuverlässige Einnahmequelle sein, insbesondere wenn in Unternehmen investiert wird, die für ihre stabile und verlässliche Dividendenzahlung bekannt sind. Dennoch sollte auch hier das Risiko nicht außer Acht gelassen und eine ausgewogene Diversifikation angestrebt werden.

Dividendenrenditen und Kursentwicklungen sollten bei der Anlageentscheidung für Dividendenaktien gemeinsam betrachtet werden, um ein umfassendes Bild des potenziellen Ertrags zu erhalten.

Der Unterschied zwischen Aktien, Fonds und ETFs

Wer sich am Kapitalmarkt engagieren möchte, steht vor der Entscheidung, in Aktien, Fonds oder Exchange Traded Funds (ETFs) zu investieren. Jede dieser Anlageformen hat ihre eigenen Merkmale und Vorteile.

Aktien sind Anteilsscheine an einem einzelnen Unternehmen. Mit dem Kauf einer Aktie werden Sie Miteigentümer und partizipieren direkt am Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens. Fonds hingegen bündeln das Kapital vieler Anleger, um in eine Vielzahl von Werten, wie Aktien, Anleihen oder Immobilien zu investieren. Ein Fonds wird von einem Fondsmanager aktiv verwaltet, der versucht, durch die Auswahl der Anlageobjekte eine überdurchschnittliche Rendite zu erzielen.

ETFs sind eine spezielle Form von Fonds, die jedoch passiv verwaltet werden und darauf abzielen, die Entwicklung eines Index, wie beispielsweise den DAX, nachzubilden. Sie sind besonders wegen ihrer niedrigen Kosten und ihrer Handelbarkeit wie Aktien an der Börse bei Anlegern beliebt.

Der direkte Erwerb von Aktien ermöglicht die gezielte Auswahl einzelner Unternehmen, während Fonds und ETFs eine breitere Risikostreuung durch Investition in ein diversifiziertes Portfolio bieten. Die Entscheidung zwischen diesen Anlagearten sollte abhängig von den persönlichen Anlagezielen, dem Risikoprofil und dem Wunsch nach aktiver oder passiver Anlagestrategie getroffen werden.

Börslicher und außerbörslicher Handel – Ein Überblick

Der Wertpapierhandel lässt sich grundsätzlich in den börslichen und den außerbörslichen Handel aufteilen. Der börsliche Handel, auch bekannt als Präsenzhandel, findet auf regulierten Wertpapierbörsen statt. Hier werden Wertpapiere, wie Aktien oder Anleihen, nach festen Handelszeiten und klaren Regeln gehandelt. Börsen wie die Frankfurter Wertpapierbörse oder die New York Stock Exchange zählen zu den bekanntesten weltweit.

Beim außerbörslichen Handel – dem Over-the-Counter (OTC) Handel – erfolgen Transaktionen direkt zwischen zwei Parteien, ohne die Überwachung durch eine Börse. Hier können individuelle Konditionen vereinbart werden. Der OTC-Handel ist oft weniger transparent als der börsliche Handel und kann dadurch mit höheren Risiken verbunden sein.

Während der börsliche Handel in der Regel durch eine hohe Liquidität und Transparenz gekennzeichnet ist, bietet der außerbörsliche Handel Flexibilität und kann für spezielle Finanzinstrumente genutzt werden, die nicht am regulierten Markt verfügbar sind.

Anleger sollten die Unterschiede zwischen diesen beiden Handelsarten kennen und in ihre Entscheidungsfindung einbeziehen, insbesondere im Hinblick auf Sicherheit und Liquidität ihrer Investments.

Aktien leicht erklärt – Ein Fazit für Einsteiger

Der Einstieg in die Welt der Aktien kann zunächst überwältigend sein, aber mit dem richtigen Grundwissen lassen sich die Mechanismen des Aktienmarktes nachvollziehen. Verstehen Sie Aktien als Anteile an Unternehmen, die bei entsprechender Wirtschaftslage und Unternehmensführung im Wert steigen können und dadurch potenziell zu Gewinnen durch Kurssteigerungen oder Dividendenausschüttungen führen.

Beachten Sie die Unterschiede zwischen den verschiedenen Aktienarten, den damit verbundenen Rechten und Pflichten sowie die Bedeutung der Rechtsform des Unternehmens. Im Fokus steht immer das Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage, welches den Börsenpreis bestimmt.

Risikomanagement durch Diversifikation und Information ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Anlage in Aktien. Denken Sie daran, dass jede Anlage entscheidend von den individuellen Zielen und der persönlichen Risikobereitschaft abhängt. Nutzen Sie weiterführende Bildungsangebote und Beratungsressourcen, um Ihre Kenntnisse zu vertiefen.

Insgesamt bieten Aktien eine spannende Möglichkeit, am wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen teilzuhaben und dadurch das eigene Vermögen zu mehren. Dennoch sollten Anfänger vorsichtig agieren und sich schrittweise an das Thema herantasten.


Grundlagen und Funktion von Aktien – Die Top 5 FAQs

Was ist eine Aktie und welche Rechte sind damit verbunden?

Eine Aktie repräsentiert ein Eigentumsrecht an einem Unternehmen. Als Aktionär besitzen Sie einen Anteil des Unternehmens und haben je nach Aktientyp bestimmte Rechte, wie das Stimmrecht auf Hauptversammlungen und Anspruch auf einen Anteil am Gewinn durch Dividenden.

Wie wird der Wert einer Aktie bestimmt?

Der Aktienkurs, also der Wert einer Aktie, wird durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage an der Börse bestimmt. Er wird auch von Unternehmensnachrichten, wirtschaftlichen Entwicklungen und Marktspekulationen beeinflusst.

Was sind Dividenden und wie werden sie ausgezahlt?

Dividenden sind Gewinnanteile, die an Aktionäre ausgeschüttet werden, in der Regel jährlich oder quartalsweise. Die Höhe der Dividende hängt von der Ertragslage des Unternehmens ab und wird von der Hauptversammlung beschlossen.

Was ist der Unterschied zwischen Stamm- und Vorzugsaktien?

Stammaktien verleihen dem Aktionär Stimmrechte und einen Anspruch auf Dividenden. Vorzugsaktien bieten in der Regel keine Stimmrechte, sichern dafür aber meist eine bevorzugte oder höhere Dividendenausschüttung und können weitere Vorzüge beinhalten.

Wie kann man in Aktien investieren und was sind die Risiken?

Investieren in Aktien kann über eine Börse oder einen Broker erfolgen, indem Sie Aktien von börsennotierten Unternehmen kaufen. Die Risiken beinhalten Kursschwankungen und mögliche Verluste durch wirtschaftliche Probleme des Unternehmens oder allgemeine Marktrisiken.

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Zusammenfassung des Artikels

Aktien sind Anteile an einem Unternehmen, die Rechte wie Dividendenanspruch und Stimmrecht verleihen und deren Wert am Aktienmarkt durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Sie werden vorrangig von Aktiengesellschaften (AG) oder Societas Europaea (SE) ausgegeben, wobei der Handel mit ihnen Risiken birgt aber auch Chancen auf Gewinn bietet.

Nützliche Tipps zum Thema:

  1. Verstehen Sie Aktien als Beteiligung an einem Unternehmen, die Ihnen Anteile am Gewinn und unter Umständen Mitspracherechte einräumen.
  2. Berücksichtigen Sie die Volatilität des Aktienmarktes und dass Aktienkurse sowohl steigen als auch fallen können.
  3. Machen Sie sich mit den verschiedenen Rechtsformen von Unternehmen vertraut, da nicht jede Firma Aktien ausgeben kann.
  4. Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Aktienarten, wie Stamm- und Vorzugsaktien, und deren spezifische Merkmale.
  5. Bedenken Sie die Wichtigkeit von Risikomanagement und Diversifikation beim Investieren in Aktien.