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Pressespiegel: Märkte zwischen Zinsdruck, Goldschwäche und Börsen-Skandalen
MDAX gibt am Donnerstagmittag nach
Der MDAX steht am Donnerstagmittag unter Druck. Um 12:09 Uhr notiert der Index im XETRA-Handel 1,13 Prozent schwächer bei 30.493,84 Punkten und kommt auf eine Marktkapitalisierung von 345,265 Mrd. Euro.
Bereits zum Handelsbeginn hatte der MDAX 0,615 Prozent bei 30.652,86 Punkten verloren. Am Vortag hatte der Index bei 30.842,53 Punkten geschlossen. Das Tagestief lag bei 30.345,39 Punkten, während das Tageshoch 30.689,31 Einheiten erreichte.
Seit Wochenbeginn hat der MDAX laut finanzen.net 1,89 Prozent nachgegeben. Am 01.09.2026 stand der Index bei 32.173,26 Punkten, am 01.07.2026 bei 32.056,64 Punkten. Vor einem Jahr, am 01.10.2025, lag der MDAX bei 30.459,59 Punkten. Auf Jahressicht 2026 beträgt der Rückgang 1,57 Prozent. Das bisherige Jahreshoch liegt bei 33.547,52 Punkten, das Jahrestief bei 26.803,25 Punkten.
Bei den Einzelwerten führen HENSOLDT mit einem Plus von 1,42 Prozent auf 77,32 EUR, Ströer SE mit 1,18 Prozent auf 35,88 EUR und CTS Eventim mit 1,04 Prozent auf 53,50 EUR die Gewinnerliste an. Ebenfalls im Plus liegen HELLA GmbH mit 0,43 Prozent auf 70,60 EUR und IONOS mit 0,38 Prozent auf 31,62 EUR.
Auf der Verliererseite stehen AIXTRON SE mit einem Minus von 3,88 Prozent auf 36,45 EUR, Aurubis mit einem Rückgang von 3,05 Prozent auf 156,00 EUR und Salzgitter mit minus 2,65 Prozent auf 49,50 EUR. RENK verlieren 2,57 Prozent auf 36,75 EUR, Aroundtown SA geben 2,55 Prozent auf 1,60 EUR nach.
| Wert | Entwicklung | Kurs |
|---|---|---|
| HENSOLDT | + 1,42 Prozent | 77,32 EUR |
| Ströer SE | + 1,18 Prozent | 35,88 EUR |
| CTS Eventim | + 1,04 Prozent | 53,50 EUR |
| AIXTRON SE | -3,88 Prozent | 36,45 EUR |
| Aurubis | -3,05 Prozent | 156,00 EUR |
| RENK | -2,57 Prozent | 36,75 EUR |
Das größte Handelsvolumen im MDAX weist aktuell die Aroundtown-SA-Aktie auf. Über XETRA wurden zuletzt 763.133 Aktien gehandelt. Nach Marktkapitalisierung gewichtet, nimmt die Porsche-vz-Aktie mit 40,535 Mrd. Euro den größten Anteil im Index ein.
Bei den Fundamentaldaten weist die Porsche-Automobil-Aktie laut FactSet-Schätzung mit 2,78 das niedrigste Kurs-Gewinn-Verhältnis im MDAX auf. Die freenet-Aktie bietet Anlegern 2026 laut FactSet-Schätzung voraussichtlich die höchste Dividendenrendite im Index, die mit 9,02 Prozent angegeben wird.
Quelle: finanzen.net
Infobox: Der MDAX notiert bei 30.493,84 Punkten und liegt damit 1,13 Prozent im Minus. AIXTRON SE führt die Verliererliste mit minus 3,88 Prozent an, während HENSOLDT um 1,42 Prozent zulegt.
US-Zinsniveau und steigende Renditen belasten die Märkte
WELT berichtet über eine Analyse von Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, zu den jüngsten Bewegungen an den Finanzmärkten. Im Mittelpunkt stehen der rapide Ausverkauf an den Märkten und der sprunghafte Anstieg der US-Renditen auf ein 24-Jahres-Hoch.
Lipkow analysiert im Gespräch mit Dietmar Deffner die wichtigsten Faktoren hinter der Marktbewegung. Dabei geht es insbesondere um eine mögliche Neubewertung des neutralen Zinsniveaus in den USA.
„Sehen derzeit eine Neubewertung des neutralen Zinsniveaus in den USA“ – Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, zitiert von WELT.
Quelle: WELT
Infobox: Im Fokus stehen der rasche Ausverkauf an den Märkten, steigende US-Renditen auf ein 24-Jahres-Hoch und die Neubewertung des neutralen Zinsniveaus in den USA.
Gold fällt unter den 50-Tage-Durchschnitt
Gold steht nach einer starken Rallye unter technischem und fundamentalem Druck. Wallstreet Online berichtet, dass der Goldpreis unter seinen gleitenden 50-Tage-Durchschnitt gefallen ist. Dieses Verkaufssignal deutet laut Bericht auf eine zunehmende kurzfristige Schwäche hin.
Der Goldpreis bewegt sich momentan in einer Range von rund 4.100 bis 4.200 US-Dollar. Die Marke von 4.000 US-Dollar könnte laut Wallstreet Online einen möglichen Bereich für eine Stabilisierung und Bodenbildung darstellen. Kurz- und mittelfristig sieht der Bericht jedoch keine Anzeichen für eine weitere Rallye.
Als zusätzlichen Belastungsfaktor nennt Wallstreet Online die steigenden US-Anleiherenditen. Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe liegt wieder über 5 Prozent, wodurch Gold als unverzinsliches Asset unter Druck gerät.
Langfristig sei die Rallye laut Bericht weiterhin intakt, mittelfristig fehle jedoch ein neuer Schub. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurde Gold mit einem Plus von +0,22 Prozent und einem Kurs von 4.166USD auf Lang & Schwarz gehandelt. Als Zeitpunkt wird der 01. Oktober 2026, 09:48 Uhr, angegeben.
| Gold-Faktor | Angabe |
|---|---|
| Aktuelle Handelsspanne | rund 4.100 bis 4.200 US-Dollar |
| Möglicher Stabilitätsbereich | 4.000 US-Dollar |
| Rendite der 10-jährigen US-Anleihe | über 5 Prozent |
| Goldkurs | 4.166USD |
| Veränderung | +0,22 Prozent |
Der Bericht verweist außerdem auf eine neue Folge des Podcasts „Börse, Baby!“. Darin sollen das zweite Verkaufssignal und Möglichkeiten, sich gegen den Gold-Crash abzusichern und weiterhin am Edelmetall zu verdienen, ausführlicher behandelt werden.
Quelle: Wallstreet Online
Infobox: Gold ist unter den 50-Tage-Durchschnitt gefallen. Die Marke von 4.000 US-Dollar wird als möglicher Bereich für Stabilisierung und Bodenbildung genannt, während die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe über 5 Prozent liegt.
Manipulationsskandal erschüttert den türkischen Finanzmarkt
In der Türkei hält ein Manipulationsskandal am Finanzmarkt Anleger, Behörden und Politik in Atem. DW.com berichtet, dass fast eine halbe Million Anleger betroffen sind, 45 Personen festgenommen wurden und eine Politikerin der Regierungspartei AKP zurückgetreten ist.
Der türkische Aktienmarkt ist für viele Anleger zu einer Falle geworden. Mitte September stürzte der Leitindex BIST 100 an einem einzigen Tag um sechs Prozent ab und verlor innerhalb weniger Handelstage rund 12 Prozent.
Der Hintergrund ist eine Krise bei mehreren Investmentfonds. Einige Anbieter hatten Schwierigkeiten, Rückzahlungen an Investoren fristgerecht zu leisten. Betroffen waren unter anderem Fonds der Gesellschaften Pusula Portföy und Tera. In zwei Tera-Fonds lagen allein rund 6,5 Milliarden Euro Vermögen.
Die Finanzmarktaufsicht SPK schloss daraufhin die Fonds von sieben Vermögensverwaltern, darunter Tera, Pusula und Atlas. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu sollen insgesamt 131 Fonds liquidiert werden.
Die Istanbuler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs, Verstößen gegen das Kapitalmarktgesetz und der Gründung einer kriminellen Vereinigung. Der Verdacht lautet, dass Fondsgesellschaften den Wert ihrer Fonds künstlich aufgebläht haben könnten, während sich tatsächlich wertlose „Schrottaktien“ in den Fonds befanden.
- Rund 455.000 Anleger sind betroffen.
- Mehr als 45 Personen wurden festgenommen.
- Insgesamt sollen 131 Fonds liquidiert werden.
- Das Vermögen von 42 Personen und 46 juristischen Personen wurde eingefroren.
- 27 Aktien scheiden zum 1. Oktober aus dem Leitindex BIST 100 aus.
Die Fonds werden liquidiert, ihre Vermögenswerte verkauft und die Erlöse im Verhältnis der Fondsanteile an die Anleger verteilt. Die dafür vorgesehene Frist wurde von zunächst drei auf sechs Monate verlängert. Nach Einschätzung der Finanzberaterin Aysel Gündoğdu soll dies den Verkaufsdruck senken und verhindern, dass Aktien zu Schleuderpreisen verkauft werden.
Eine Garantie für eine vollständige Rückzahlung gibt es laut DW.com nicht. Ein Investmentfonds sei kein Sparkonto, sodass Wertverluste die Anleger treffen können. Gündoğdu erwartet, dass Geldmarktfonds weitgehend ausgezahlt werden. Bei Hedge- und Aktienfonds mit kaum handelbaren „Schrottaktien“ könne die Abwicklung dagegen schwieriger werden.
DW.com hebt dabei die Unterscheidung zwischen normalen Marktverlusten und möglichen Schäden durch Unregelmäßigkeiten hervor. Anleger müssten das Marktrisiko tragen, nicht jedoch falsche Informationen, künstlich aufgeblähte Kurse oder fehlende Kontrolle hinnehmen.
Auch die Haftung der Fondsgesellschaften und Manager ist offen. Gündoğdu geht davon aus, dass das Fondsvermögen möglicherweise nicht ausreicht, um die Forderungen der Anleger zu decken. Sie verweist zudem auf strukturelle Versäumnisse in Verwaltung und Aufsicht und hält es für möglich, dass auch das Vermögen der Fondsgründer und -manager zur Deckung eines Fehlbetrags herangezogen wird.
„Die Krise ist weit größer als eine einfache Liquiditätskrise. Es gibt Fehler in Verwaltung und Aufsicht.“ – Aysel Gündoğdu, zitiert von DW.com.
„Die Liquidation ersetzt keine Rechenschaft.“ – Güldem Atabay, zitiert von DW.com.
Politisch führte die Krise bereits zum Rücktritt von Fatma Betül Sayan Kaya, der stellvertretenden Parteivorsitzenden und früheren Familienministerin der AKP. Sie bat Präsident und Parteichef Erdoğan, sie von allen Ämtern zu entbinden. Hintergrund sind Vorwürfe im Zusammenhang mit Aktiengeschäften von ihr und ihrem Mann İlyas Kaya.
Die Opposition will den Fall im Parlament untersuchen lassen. Selçuk Özdağ, Fraktionsvize der Gruppe Yeni Yol, kündigte einen Antrag auf eine parlamentarische Untersuchung an, sobald das Parlament wieder tagt. Dabei soll geklärt werden, ob Politiker in den Manipulationsskandal verwickelt sind.
Quelle: DW.com
Infobox: Der BIST 100 verlor an einem Tag sechs Prozent und binnen weniger Handelstage rund 12 Prozent. Rund 455.000 Anleger sind betroffen, während 131 Fonds liquidiert werden sollen.
Planspiel Börse startet mit 50.000 Euro Spielgeld
Am Donnerstag, 1. Oktober, startet das Planspiel Börse der Sparkassen in seine 44. Runde. Meetingpoint Brandenburg berichtet, dass Schüler, Studenten und Auszubildende dabei vier Monate lang lernen, wie Aktienhandel und Börse funktionieren.
Im Gebiet der Mittelbrandenburgischen Sparkasse haben sich zum Start nach Angaben der MBS bereits mehr als 400 Teams aus 116 Schulen angemeldet. Insgesamt nehmen dort rund 1.000 Schüler teil. Die Anmeldung läuft seit 14. September und ist noch bis zum 11. November möglich.
Gespielt wird über eine App für iOS und Android oder über eine Webversion. Die Teilnahme ist im Klassenzimmer, zu Hause oder im Büro möglich. Nach der Registrierung erhalten die Teilnehmer ein virtuelles Startguthaben von 50.000 Euro Spielgeld.
Die Wertpapiere werden nur virtuell gehandelt, allerdings zu echten Kursen der Börse Stuttgart. Zusätzlich gibt es ein Trainingsdepot, in dem Kryptowährungen und Zertifikate ausprobiert werden können. Dieses Trainingsdepot zählt nicht für die Wertung.
Begleitend stellt das Planspiel Informationen zur Wirtschaftslage, zu den Wertpapieren und zu den Kursen bereit. Außerdem gehören Lernquizze zum Angebot.
Gewonnen haben die Teams mit dem größten Wertzuwachs im Depot. Seit 2009 zählt neben der Depotgesamtwertung gleichwertig eine Nachhaltigkeitswertung. Aktien von Unternehmen aus dem Global Challenges Index und bestimmte Fonds sind dafür im Spiel mit einem eigenen Symbol gekennzeichnet.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Runde | 44. Runde |
| Start | Donnerstag, 1. Oktober |
| Virtuelles Startguthaben | 50.000 Euro Spielgeld |
| Anmeldungen im MBS-Gebiet | mehr als 400 Teams |
| Beteiligte Schulen | 116 Schulen |
| Teilnehmende Schüler | rund 1.000 Schüler |
| Anmeldeschluss | 11. November |
| Spieldauer | vier Monate |
Quelle: meetingpoint. Brandenburg
Infobox: Das Planspiel Börse startet mit 50.000 Euro virtuellem Startguthaben in seine 44. Runde. Im Gebiet der Mittelbrandenburgischen Sparkasse sind mehr als 400 Teams aus 116 Schulen mit rund 1.000 Schülern angemeldet.
Ostdeutschland als Börsenstandort: Chancen und Probleme
Die Meldung von tagesschau.de trägt den Titel „Börse: Standort Ostdeutschland - Chancen und Probleme“. Der bereitgestellte Inhalt enthält jedoch keine nutzbaren Angaben zum eigentlichen Beitrag über den Börsenstandort Ostdeutschland.
Da im verfügbaren Quelltext keine belastbaren Daten, Aussagen oder Fakten zu Chancen und Problemen des Standorts enthalten sind, wird diese Meldung nicht weiter inhaltlich ausgewertet.
Quelle: tagesschau.de
Quellen:

















